Baselland

Das Warten hat sich gelohnt – bei manchen Bädern gibts vergünstigte Eintritte

Die Bademeister blickten am Wochenende auf überwiegend leere Becken.

Die Bademeister blickten am Wochenende auf überwiegend leere Becken.

Heute Montag öffnen auch noch die letzten Gartenbäder in der Region. Einige überraschen die Kundschaft mit vergünstigten Eintritten.

Die Coronakrise hat auch die Gartenbäder empfindlich getroffen. Nachdem einige wenige Bäder bereits vor zwei Wochen den Betrieb gestartet hatten, öffneten dieses Wochenende nun weitere ihre Türen. Um die Sicherheit der Gäste und des Personals zu garantieren, hat der Verband Hallen- und Freibäder ein Schutzkonzept erarbeitet und seinen Mitgliedern als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Wichtig ist demnach vor allem die ständige Überwachung der Besucherzahl – das kann zu Wartezeiten führen.

Die erlaubte Gästeanzahl wird anhand der verfügbaren Quadratmeter bestimmt: Maximal darf sich eine Person pro 10 Quadratmeter Wasser- beziehungsweise Liegefläche aufhalten. Da also die Bademeister jeweils auch die Maximalbelegung der einzelnen Becken auf die Anzahl von Schwimmerinnen und Schwimmern kontrollieren müssen, sollte man als Badegast damit rechnen, im präferierten Becken zeitweise keinen Platz zu finden.

Im Gartenbad Gitterli in Liestal sind maximal 2000 Personen zugelassen, wie Geschäftsführer Christian Stäubli in einem Informationsschreiben verlauten lässt. Im kleineren Bottminger Gartenbad dagegen dürfen nur bis zu 863 Personen gleichzeitig anwesend sein. Zum Vergleich: An den regulären Wochentagen beherbergt das Gitterli bis zu 1600 Badegäste, an einzelnen heissen Wochenenden können es aber bis zu 3500 werden. Geschäftsführer Stäubli rechnet an den allermeisten Tagen mit Normalbetrieb.

In allen Bädern gelten die Einschränkungen

Auch das Arlesheimer Schwimmbad muss sich einschränken: Während an Spitzentagen im Tagesschnitt bis zu 2300 Personen das Bad besuchen, dürfen sich nun zu keinem Zeitpunkt mehr als 1300 darin aufhalten.

Der Betriebsleiter des Arlesheimer Schwimmbades, Jörg Schumacher, ist trotzdem zuversichtlich, dass die Besucherinnen und Besucher an den meisten Tagen nichts von den Einschränkungen merken werden. Er rechnet «mit höchstens fünf bis sechs Tagen in diesem Sommer, an denen man eventuell ein bis zwei Stunden warten muss».

Die Gartenbäder passen ihre Preise an

Wegen der verkürzten Badesaison und der möglichen Wartezeiten kommen viele Bäder ihren Gästen preislich entgegen: Das Liestaler Gitterli hat sein Spezialangebot für das Saisonabonnement auf den ganzen Sommer verlängert. So zahlen Erwachsene statt 150 nur noch 120 Franken. Im Bottminger «Beedli» indessen wird die Jahreskarte für die Saison 2020 gleich ganz abgeschafft und dafür der Wert der Geldwertkarten von 15 Prozent auf 30 Prozent gesteigert. Das Gartenbad Waldenburg hat schon früher die sonst üblichen 10 Prozent Vorverkaufsrabatt auf 25 Prozent erhöht. Eine Reduktion der regulären Eintrittspreise wurde gemäss der Gemeindeverwalterin Regula Roth jedoch noch nicht diskutiert.

Auch das Hallen-Freibad in Gelterkinden senkt seine Abonnements-Preise; beispielsweise für Erwachsene von 160 auf 120 Franken. Betriebsleiter Heiko Hofmann begründet auf Anfrage die Reduktion mit der verkürzten Badesaison und möchte den Gästen deshalb entgegenkommen.

Nur die Bäder Sissach und Arlesheim nehmen trotz verkürzter Saison keine Preisanpassungen vor, weil gerade diese aussergewöhnliche Situation zu zusätzlichen Ausgaben geführt habe. Der Arlesheimer Betriebsleiter appelliert an die Solidarität und das Verständnis der Stammgäste aufgrund dieser speziellen Gegebenheiten.

In den Basler Gartenbädern gelten ebenfalls ermässigte Abo-Preise. Dabei wurden sämtliche Abo-Angebote um jeweils 30 Prozent reduziert. Einzeleintritte und 10er-Abonnemente sind dabei ausdrücklich ausgeschlossen. Gemäss Peter Portmann, Leiter der Basler Bäder, leiden die Gelegenheitsschwimmer nicht unter der Saisonverkürzung. Viel mehr betrachte man die geringere Anzahl an Badegästen sogar als Mehrwert für den einzelnen Besucher.

Trotz des schlechten Wetters, das am vergangenen Wochenende herrschte, öffneten die Gartenbäder in Basel, Liestal, Arlesheim und in Gelterkinden bereits am Samstag. In Sissach, Reinach, Waldenburg und Bottmingen geht es heute Montag los. Badegäste müssen sich also vor allem an sonnigen Tagen auf längere Wartezeiten einstellen und eventuell sogar einmal auf eine Schwimmrunde verzichten. Im Gegenzug können sich Jung und Alt sicher fühlen und entspannen. Die Wetterprognosen deuten darauf hin, dass in den nächsten Tagen die Konkurrenz im Becken überschaubar bleiben wird.

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