Pfarrwahl Riehen

Definitiv: Der umstrittene Pfarrer-Kandidat gibt sein Amt als Seelsorger ab

Der umstrittene ehemalige Pfarrer-Kandidat wird in Riehen auch nicht mehr als Seelsorger tätig sein.

Der umstrittene ehemalige Pfarrer-Kandidat wird in Riehen auch nicht mehr als Seelsorger tätig sein.

Der wegen sexueller Handlungen mit Kindern Verurteilte sei im seelsorgerischen Dienst für Bischof Gmür nicht mehr tragbar. Nun ist es definitiv, dass der Verurteilte in Riehen auch nicht mehr als Seelsorger tätig sein wird.

Bischof Felix Gmür hatte es bereits angetönt, nun ist es definitiv: Der umstrittene ehemalige Pfarrer-Kandidat wird in Riehen auch nicht mehr als Seelsorger tätig sein. Das bestätigt der Sprecher der katholischen Kirche Basel-Stadt, Meinrad Stöcklin, gegenüber der bz. Man sei in gegenseitigem Einvernehmen zu diesem Schluss gekommen.

Im Interview mit der bz hatte Bischof Gmür bereits erklärt, dass der Mann im seelsorgerischen Dienst für ihn nicht mehr tragbar sei: «Ich wüsste auch nicht, wer ihn anstellen sollte.» Gmür hatte volle Transparenz in Sachen Strafbefehl verlangt. Der wegen sexueller Handlungen mit Kindern Verurteilte war dieser Aufforderung jedoch nicht nachgekommen. Bei dieser Ausgangslage hätte der Bischof nach der für den 10. Februar vorgesehenen Wahl die Ernennung des Kandidaten zum Pfarrer verweigert, hatte Gmür betont.

Nachdem die bz den Inhalt des Strafbefehls bekannt gemacht hatte, zog der Mann seine Kandidatur jedoch zurück. 2012 war der damals 42-Jährige wegen sexueller Handlungen mit Kindern per Strafbefehl verurteilt worden. Er sass 2010 einen Monat in Untersuchungshaft. Im Anschluss daran trat er von seinem damaligen Amt als Pfarrer von Aadorf im Kanton Thurgau zurück. Von 1999 bis 2010 war es gemäss Thurgauer Staatsanwaltschaft zwischen dem Mann und mehreren Jugendlichen zu körperlichen Kontakten gekommen. In einem Fall hatten die Berührungen die Grenze zur Strafbarkeit überschritten.

Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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