Abstimmung

Depo-Nie Präsident: «Wir helfen mit, neue Deponiestandorte im Laufental zu prüfen»

Die Laufentaler Deponie-Gegner Remo Stebler, Karin Joachim und Peter Hueber gestern Nachmittag in Liestal.Martin Töngi

Die Laufentaler Deponie-Gegner Remo Stebler, Karin Joachim und Peter Hueber gestern Nachmittag in Liestal.Martin Töngi

Der Blauener Remo Stebler setzte sich als Vereinspräsident von Depo-Nie an vorderster Front gegen die beiden Deponien im Laufental ein.

Remo Stebler, wieso haben sich die Stimmberechtigten gegen die Aufnahme der Aushub-Deponien in den Richtplan entschieden?

Remo Stebler: Ich denke, dass die beiden Thematiken Wasser und Grösse der Deponien den Ausschlag gegeben haben. Als wir in den grössten Ortschaften im Kanton Flyer verteilt haben, kamen wir häufig mit Menschen in Kontakt, die von den Dimensionen der Aushub-Deponien im Laufental geschockt waren.

Welchen Einfluss auf das Abstimmungsresultat hatte es, dass sämtliche Baselbieter Parteien bis auf die FDP die Nein-Parole gefasst haben?

Einen sehr grossen. Neben der wirkungsvollen Landsgemeinde beim Schloss Zwingen waren die Nein-Parolen der Hauptfaktor für unseren Erfolg. Dass sich fast alle Parteien gegen die Aushub-Deponien ausgesprochen haben, hat unsere Fakten glaubwürdiger gemacht und unserer Bewegung sehr geholfen.

Sie haben immer wieder betont, grundsätzlich nichts gegen Aushub-Deponien zu haben. Inwiefern wird der Verein Depo-Nie im Quellgebiet mithelfen, neue Standorte zu finden?

Wir haben vor, mit dem Verband Bauunternehmer Region Basel neue Standorte im Laufental zu prüfen. Diese sollen aber kleiner als die beiden vom Kanton vorgeschlagenen Deponien in den Gebieten Stutz und Sunnerai sein. Zudem dürfen sie nicht in einem Wasserschutz- oder in einem Naturschutzgebiet liegen.

Was erstaunt Sie bei einem Blick auf die Resultate in den einzelnen Gemeinden am meisten?

Eine Überraschung ist, dass einwohnerreiche Unterbaselbieter Gemeinden wie Reinach und Münchenstein deutlich Nein gesagt haben. In diesen Gemeinden fällt viel Aushub an, weshalb sie von den Deponien hätten profitieren können.

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