Trotz Ferienzeit meldeten sich 80 Chienbäse-Trägerinnen und -Träger. Diese sowie drei kleinere Feuerwagen mit bis zu einem Kubikmeter Holz werden auf der 1,1 Kilometer langen Route durch die Waadtländer Stadt den populären Brauch zelebrieren. Dafür hat die Bürgergemeinde Liestal gegen 25 Kubikmeter Föhren- und Laubholz zur Verfügung gestellt.

Ein Teil der Chienbäse ist bereits fertiggestellt, weitere und das Laden der Feuerwagen folgen in der Woche vor dem Einsatz in Vevey. Das Material wird mit Lastwagen an den Lac Léman transportiert. Die Chienbäse-Träger fahren in einem Car, die offizielle 20-köpfige Baselbieter Delegation, mit dem designierten Regierungspräsidenten Isaac Reber an der Spitze, reist im Zug in die Westschweiz.

Sicherheit grossgeschrieben

Nach einer Empfangsparade zur Festarena am Morgen des 28. Juli gibt es am Kantonstag von Baselland, Basel-Stadt und Jura einen trikantonalen Empfang. Um 17 Uhr geht der Carneval-Umzug der Kantone Basel-Stadt und Jura in Szene, ehe – wenn es dunkel ist – die Liestaler Feuerleute Vevey unsicher machen. «Am folgenden Tag frühmorgens werden die Strassen gereinigt, damit sie um 7 Uhr wieder freigegeben werden können», sagte Werner Fischer, Präsident der IG Chienbäse, gestern an einer Medienorientierung.

Nic Kaufmann, 2. Landschreiber und Projektleiter, betonte, dass die Organisatoren für die Sicherheit alles täten. «Sie informieren die Besucher mit Flyern und machen sie auf den Feuerbrauch aufmerksam.» Denn im Sommer kleide man sich leichter als im Winter. Für den Liestaler Bürgerrat Hans-Rudolf Schafroth ist die Teilnahme des Chienbäse-Umzugs an diesem Grossanlass eine «einmalige Gelegenheit». Die Fête des Vignerons findet nur etwa alle 25 Jahre statt. Dort könne der Feuerbrauch, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sei, seine Visitenkarte abgeben.

Das besondere Spektakel kostet 43'000 Franken, ein Drittel davon stammt aus dem Swisslos-Fonds des Kantons Baselland.