Das vom Wasserfahrverein Muttenz (WFVM) organisierte Mattenfest, das stets am letzten Wochenende in den Sommerferien stattfindet, ist einer der wichtigsten Anlässe im Dorf. «Am Freitag um 17 Uhr endet die Woche, um 18 Uhr explodiert hier alles», sagt Adrian Lüthi, Vizepräsident des WFVM. Das ist auch heuer nicht anders, weit über 500 Leute lassen in der Festwirtschaft über dem Ankerplatz am Rhein beim Depot Schweizerhalle in gemütlicher Atmosphäre den Alltag hinter sich.

Auch der Samstagabend sowie der Sonntag mit dem Konzert des lokalen Musikvereins am Vormittag und dem Schlagruderrennen für Ortsvereine am Nachmittag sind Publikumsmagneten. Der Samstagnachmittag hingegen ist so etwas wie das ungeliebte Stiefkind, jedenfalls wenn kein nationales Wettfahren stattfindet. Neue Ideen, die Leute auch dann an den «Bach» zu locken, sind stets willkommen. Oder wie es Lüthi augenzwinkernd formuliert: «Wir suchen verzweifelt nach Gründen, die Festwirtschaft schon am Nachmittag zu öffnen.»

Deshalb führt der Verein in diesem Jahr die Basler Schlagrudermeisterschaft durch. «Wir haben im Vorjahr, als der Nautische Club Basel Gastgeber war, daran teilgenommen und wurden quasi dazu angestiftet», erzählt Adrian Lüthi und lässt seinen Blick über das Gelände schweifen.

Die Bänke füllen sich früher als sonst, was er dem ungewohnten Anlass zuschreibt.
Auch Daniel Strohmeier freut sich, dass «der Laden so gut läuft». Als Erfolgsrezept nennt der WFVM-Präsident die gute Organisation, den Zusammenhalt der Muttenzer Vereine und das sonnige Wetter. Dennoch scheint er fast ein wenig überrascht, dass Jahr für Jahr so viele Besucher kommen.

«Schliesslich ist in der Region mittlerweile an jedem Wochenende etwas los.» Sein Vize glaubt, den Faktor, der das Mattenfest von ähnlichen Anlässen unterscheidet, zu kennen: «Die Muttenzer kommen wegen des Fests, doch der Fisch lockt auch Menschen jenseits der Dorfgrenzen hierher.

Es heisst schliesslich nicht umsonst ‹Mattenfest mit Fischessen›.»
Aber auch der Grillstand hat seine Berechtigung. Auf Adrian Lüthis Speiseplan stehen am Freitag und Samstag Fisch, am Sonntag dagegen findet eine Wurst den Weg auf seinen Teller. «Nach sechs Portionen weiss man halt, wie der Fisch schmeckt», lacht er.