Auf keinen Fall 0815, das findet Moris Bruschi, der 19-jährige Nusshofer. Vor etwas mehr als einem Jahr entdeckte er seine bisher verborgene Leidenschaft, Fliegen zu nähen. Doch wie kam es dazu?

Bruschi putzt sich für besondere Anlässe wie eine Konfirmation oder eine Hochzeit aber auch einfach für ein feines Essen gerne heraus. Dazu darf auch die Fliege nicht fehlen. Doch für ihn ist die Auswahl in den Geschäften zu klein und langweilig. «In den Läden gibt es vor allem die klassischen roten und schwarzen Fliegen. Ich habe aber gerne etwas Spezielles an», sagt der Nusshofer. So kam ihm die Idee, selbst eine Fliege zu nähen, welche seinen Geschmack trifft.

Von dieser Idee war sogleich auch seine Mutter begeistert und meldete ihren Sohn für einen Nähkurs an. Während eines Tages erlernte er das Handwerk. «Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ausser ein paar flüchtigen Primarschulkentnissen mit Nähen nichts am Hut», erinnert er sich. Nach dem Kurs machte er seine Fliegen selbst. In seinem Umfeld wurde er immer wieder auf seine einzigartigen Fliegen angesprochen, er merkte, dass sie gut bei den Leuten ankommen.

So entstand die Idee, die Fliegen zu verkaufen. Zurzeit absolviert der 19-Jährige seine Lehre als Polymechaniker. Doch diesen Job sieht er nicht für seine Zukunft vor. Nach der Lehre fände er es schön, sich noch stärker auf sein Fliegengeschäft zu konzentrieren und nebenbei ein Studium als Wirtschaftsingenieur anzuhängen. Bruschi verkauft seine Fliegen und das passende Einstecktuch auf www.globowtie.com. Seine Kollektion hat auch schon in zwei Herrengeschäften in der Region Fuss gefasst, im Bütler in Liestal und im Lehmann in Lausen.

Rund 75 Fliegen konnte er schon verkaufen. «Ich möchte mit meinen peppigen modernen Modellen die Fliege wieder zum Trend machen, sodass sie auch bei den Jugendlichen mehr aufkommt», sagt Bruschi. Für eine Fliege brauchte er anfangs zwei Stunden, nun ist er bei einer Stunde angekommen.