Neues Gesuch?

Der Jurapark Baselland ist noch nicht ausgeträumt

In der Schwebe: Der geplante Jurapark Baselland. (Archiv)

Die Präsidentin von «Erlebnisraum Tafeljura» Florence Brenzikofer erwägt, ein Park-Gesuch beim Bund einzureichen.

Die grüne Landrätin Florence Brenzikofer präsidiert seit einem Jahr den Verein Erlebnisraum Tafeljura. Am Samstag leitet sie ihre erste Generalversammlung, an der gleich auch ein neuer Aussenauftritt präsentiert wird. Dieser umfasst die überarbeitete Homepage, die moderner und übersichtlicher sein soll, einen Facebook-Auftritt und ein neues Logo. Zudem kommt es zu personellen Änderungen. Brenzikofer konnte Matthias Buchenhorner, Miteigentümer der Mineralquelle Eptingen, für den Vorstand gewinnen, in dem er Susanne Hablützel ersetzt.

Das bringe viel KMU-Erfahrung in den Vorstand und passe sehr gut zum derzeitigen thematischen Schwerpunkt Wasser, freut sich Brenzikofer. An den bisherigen Veranstaltungen rund ums Wasser seien sie fast überrannt worden. «Das zeigt, dass das Thema Wasser nach dem letzten Hitzesommer bei der Bevölkerung auf reges Interesse stösst.», so Brenzikofer.

Es winkt ein neuer «Honigweg»

Ein heisses Eisen hat die Neu-Präsidentin indes noch nicht angerührt, das gemäss Statuten Vorrang geniesst – die Schaffung eines Juraparks Baselland. Dieser ist bekanntlich vor ein paar Jahren gescheitert, weil zwei Scharniergemeinden zwischen dem Tafel- und dem Kettenjura, Diegten und Eptingen, einen Beitritt ablehnten. Damit verfügte der Parkperimeter nicht über die vom Bund verlangte zusammenhängende Mindestfläche von 100 Quadratkilometern.

Brenzikofer sagt: «Die Zeit eilt nicht. Der nächste mögliche Zeitpunkt, um beim Bund ein Park-Gesuch einzureichen, ist im Jahr 2023.» Als erstes müsse nun der Vorstand in einer Klausur seine Position definieren, dann gelte es, sich mit Partnerorganisationen wie Baselland Tourismus und dem neu geschaffenen Verein Oberbaselbiet auszutauschen. Wo sie selbst bei der Parkfrage steht, will sie vor der Klausurtagung nicht kommunizieren. Brenzikofers Vorgänger, SP-Landrat Martin Rüegg, war bis zum Scheitern des Parkprojekts jahrelang der Motor dahinter.

Den Verein Erlebnisraum Tafeljura gibt es seit 16 Jahren, Geburtshelfer war Pro Natura Baselland. Vereinszweck ist, den im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgeführten Baselbieter Tafeljura aufzuwerten. Hauptaktivitäten sind ökologische und kulturhistorische Projekte.

Als Nächstes wolle der Verein den Erlebnispfad «wisenbergwärts» von der Sommerau auf den Wisenberg aufwerten und zusammen mit dem Bienenzüchterverein einen «Honigweg» bei Rünenberg schaffen, kündet Brenzikofer an. Der Verein Erlebnisraum Tafeljura zählt 300 Mitglieder, davon 22 Gemeinden als Kollektivmitglied.

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