Solarkataster

Der Kanton Baselland geht einen weiteren Schritt bei der Solar-Förderung

Baselbieter können künftig einfacher abklären, ob ihre Häuser für Solaranlagen geeignet sind.

Baselbieter können künftig einfacher abklären, ob ihre Häuser für Solaranlagen geeignet sind.

Wer im Baselbiet eine Solaranlage auf seinem Hausdach installieren will, kann künftig die Eignung des Dachs einfacher abklären: Ein am Mittwoch präsentierter flächendeckender Solarkataster des Kantons gibt Auskunft über Nutzungsmöglichkeiten zur Strom- und Wärmeproduktion.

Mit dem Solarkataster soll die Förderung der Sonnenenergie im Baselbiet verstärkt werden, wie aus einer Mitteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion hervorgeht. Liegenschaftseigentümer können damit wie schon länger in Basel-Stadt einfach und schnell eine Übersicht über die Eignung vorhandener Dachflächen erhalten.

Wer eine Solaranlage erstellen möchte, könne so erkennen, wie geeignet sein Haus sei und wie gross etwa eine Anlage darauf sein beziehungsweise welche Leistung erzielt werden könnte. Eingesehen werden kann der Solarkataster über das Geoview-Portal des Kantons Basel-Landschaft unter www.geoview.bl.ch.

Der Kataster sei allerdings kein Planungsinstrument, hiess es weiter; vielmehr sei er ein wichtiges Motivationsinstrument zum Bau von Solaranlagen. Erarbeitet hat ihn der Kanton im vergangenen Jahr zusammen mit den Stromversorgern Elektra Baselland Liestal (EBL) und Elektra Birseck Münchenstein (EBM) sowie einem externen Büro.

Zahl von Anlagen nimmt zu

Der Kanton Baselland unterstützt thermische Solaranlagen seit 1988 mit Beiträgen. In den letzten fünf Jahren habe die Zahl der Solaranlagen stark zugenommen, und derzeit gebe es im Baselbiet rund 4000 vom Kanton geförderte Anlagen mit einer Gesamtfläche von 36'000 Quadratmetern. Bei der Photovoltaik habe der Kanton derzeit die höchste Zubaurate der Schweiz.

Erst am 10. Januar hatte die Bau- und Umweltschutzdirektion eine flächendeckende Nutzungskarte für Erdwärme vorgestellt. Diese kann ebenfalls über Geoview eingesehen werden und nennt potentielle Sondenstandorte, Bohrtiefen und geologische Profile. Erarbeiten lassen hat sie der Kanton von der Universität Basel.

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