Baselbieter Wirtschaftskammer

Der neue Direktor lud zum Stelldichein – und fast alle kamen

Von links Christoph Buser, Direktor WKBL, Beat Oberlin, Präsident BLKB und Andreas Schneider, Präsident WKBL

Stelldichein am Neujahrsapero Wirtschaftskammer Baselland im Pantheon in Muttenz. Das obligate Haendeschuetteln am Anfang, von links Christoph Buser, Direktor WKBL, Beat Oberlin, Praesident BLKB, Andreas Schneider, Praesident WKBL

Von links Christoph Buser, Direktor WKBL, Beat Oberlin, Präsident BLKB und Andreas Schneider, Präsident WKBL

Am Neujahrsapéro der Baselbieter Wirtschaftskammer warb Direktor Christoph Buser für seine Variante der Wirtschaftsbesiedelung von Salina Raurica – und Thomas Weber für seine Regierungsrats-Kandidatur. Die Basler Regierungsräte dagegen fehlten.

Zwei Dinge verstanden sich von selbst: Erstens würde der Neujahrsapéro der Baselbieter Wirtschaftskammer auf die eine oder andere Weise zur Wahlkampfveranstaltung für den soeben zum alleinigen SVP-Kandidaten vorbestimmten Thomas Weber mutieren. Zweitens würde der neue Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser die Gelegenheit beim Schopfe packen, beim längst wichtigsten alljährlichen Gesellschaftsanlass des Baselbiets Werbung für seine Variante der Wirtschaftsbesiedelung von Salina Raurica zu machen.

Die erste Annahme erfüllte sich in der Ansprache von Andreas Schneider: Der Präsident der Wirtschaftskammer setzte sich vor allem für bessere Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Betriebe ein, zeigte sich aber auch erfreut über die aktuelle Wendung im SVP-Nominationsprozess und deklarierte Weber mit einem kleinen Versprecher flugs zum «variablen Kandidaten».

Basler Regierungsräte fehlten

Der valable Kandidat Weber, der sich leicht verspätet unter die rund 500 Köpfe zählende Gästeschar im Muttenzer Pantheon gemischt hatte, war zu diesem Zeitpunkt bereits daran, fleissig Hände zu schütteln und im Smalltalk jene Herausforderung anzupacken, das ihm im bevorstehenden kurzen Wahlkampf am meisten zu schaffen machen wird: sich selbst bekannter zu machen. Selbstverständlich waren auch die anderen beiden Mitbewerber um den Regierungsposten, Eric Nussbaumer und Gerhard Schafroth, in gleicher Absicht präsent.

Und ebenso selbstverständlich fehlte zwischen all den glänzenden Oldtimers im Pantheon-Rund auch sonst niemand, der im Baselbiet politisch oder wirtschaftlich Rang und Namen hat. Die eindrückliche Gästeliste führten Ständerat Claude Janiak und die komplette Baselbieter Regierung an, auf Seiten der Wirtschaft durfte Mit-Gastgeber und Kantonalbank-Chef Beat Oberlin zahlreiche KMU-Inhaber und Verwaltungsräte begrüssen. Die Stadt war mit Würdenträgern wie Messe-Verwaltungsratspräsident Ueli Vischer vertreten, wobei man vergeblich nach Basler Magistraten Ausschau hielt. Das dominierende Thema in vielen der zahlreichen Gespräche blieb auch so der aktuelle Stand im Wahlkampf.

Buser fasste sich kurz

Dann wäre da noch Neu-Direktor Christoph Buser: Der Nachfolger Hans Rudolf Gysin bestand die Feuertaufe im Rampenlicht suverän. Seine vorbereitete Rede kürzte er angesichts der fortgeschrittenen Stunde erfreulich ab, ohne dass der Teil mit Salina Raurica zu kurz gekommen wäre. BLKB-Chef Oberlin forderte in seiner eindrücklichen Ansprache einen respektvolleren Umgang miteinander im 2013.

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