Baselbiet

Der Run auf die Namensänderung hält sich noch in Grenzen

Seit Anfang Jahr behalten Bräutigam und Braut ihre Ledignamen (Archiv)

Seit Anfang Jahr behalten Bräutigam und Braut ihre Ledignamen (Archiv)

Seit Anfang Jahr ist das neue Namensrecht in Kraft: Ehegatten können wählen, welchen Nachnamen sie tragen. FDP-Präsidentin Christine Frey hat als eine der ersten im Baselbiet davon Gebrauch gemacht. Die Nachfrage hält sich allerdings in Grenzen.

Die Baselbieter FDP-Präsidentin Christine Pezzetta-Frey trägt wieder ihren Ledignamen Christine Frey. Sie macht damit vom neuen Namensrecht Gebrauch.

Der Bundesrat hat das neue Namensrecht auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt: Jeder Ehegatte behält grundsätzlich seinen Namen. Das Ehepaar kann aber auch einen Familiennamen wählen. Die grössere Wahlfreiheit gilt auch für Personen, die nach dem alten Recht geheiratet haben. Wer vor Inkrafttreten der Änderung seinen Namen bei der Heirat geändert hat, kann jederzeit gegen eine Gebühr wieder den Ledignamen tragen.

Der Run ist ausgeblieben

Christine Frey dürfte eine der ersten Frauen sein, die im Baselbiet Gebrauch vom neuen Recht machen. Denn der von vielen Seiten erwartete Run auf die Namensänderung sei weitgehend ausgeblieben, heisst es auf verschiedenen Baselbieter Zivilstandesämtern. Zwar seien einzelne Anfragen eingegangen, aber die Ämter seien nicht am Anschlag.

Die Namensänderung kostet eine einmalige Gebühr von 75 Franken. Hinzu kommen allerdings Kosten für die Änderungen verschiedenster Dokumente und Ausweise – angefangen bei den Versicherungen, über Bank- oder Postkarten und Führerausweis, bis hin zu Identitätskarten oder Pässen. Je nachdem entstehen Kosten in der Höhe von mehreren 100 Franken. Das wird den Kundinnen und Kunden auf den Zivilstandesämtern erklärt – und nicht selten schreckt der Gedanke an den Aufwand dann wieder vom Wunsch der Namensänderung ab.

Einige Interessenten hätten um einen entsprechenden Informationstermin in den nächsten Wochen gebeten, heisst es bei den Baselbieter Zivilstandesämtern. Noch komme es aber häufiger vor, dass Kinder von unverheirateten Paaren ihren Nachnamen ändern: Von dem der Mutter zu dem des Vaters.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1