Muttenz

Der «Schatzgräber von der Muttenzer Hard» ist endlich am Ziel

Das Mosaik von Walter Eglin «Der Schatzgräber von der Muttenzer Hard».

Das Mosaik von Walter Eglin «Der Schatzgräber von der Muttenzer Hard».

Walter Eglins Mosaik wurde an seinem alten Standort, dem Primarschulhaus Gründen in Muttenz, einfach mit einer Gipswand überdeckt. Nun bekommt es einen neuen Platz in der Eingangshalle des Schulleitungszentrums, nahe dem Ortsmuseum.

Das Mosaik des Künstlers Walter Eglin «Der Schatzgräber von der Muttenzer Hard» bekommt einen neuen Standort. Künftig soll das Werk im Schulleitungszentrum an der Schulstrasse in Muttenz hängen. Die Gemeinde Muttenz hat die benötigten 5 000 Franken für den Ausbau am alten Ort und die Montage am neuen Ort gesprochen. Dem Umzug ging eine Meinungsverschiedenheit zwischen der Primarschulleitung und dem Sohn des Künstlers voraus.

Einfach zugegipst

Eigentlich grenzt es an Ironie. Das Kunstwerk illustriert eine lokale Sage, die den Leser lehrt: Wer einen Schatz ausser Acht lässt, verliert ihn allzu schnell. Genau so erging es auch Toni Eglin, dem Sohn des Künstlers, mit besagtem Mosaik. Im Muttenzer Primarschulhaus Gründen, wo es seit 1955 in eine Wand eingearbeitet war, wurde das Werk vor rund drei Jahren mit einer Gipswand überzogen. Begründet wurde diese Aktion mit einem Mangel an Platz für die künstlerischen Arbeiten der Kinder.

Eglin war entsetzt. Er schrieb der verantwortlichen Schulleiterin einen Brief, erhielt von ihr aber keine Antwort. Er kontaktierte den Gemeindepräsidenten und schnell nahm sich der Gemeinderat der Sache an. «Walter Eglin zählt zu den grossen Baselbieter Künstlern», sagt die Muttenzer Gemeinderätin Franziska Stadelmann. «Seine Werke gehören ausgestellt.» Die Suche nach einem geeigneten Ort sei aber schwierig gewesen.

Weil das Kunstwerk eine Muttenzer Sage illustriert, sollte es auch im Dorf bleiben. Nun erhält es eine prominente Stelle in der Eingangshalle des Schulleitungszentrums, nahe dem Ortsmuseum. Auch Eglin ist sehr zufrieden mit dem Entscheid des Gemeinderats und mit dem neuen Standort. Im Museum in Känerkinden hätte das Werk ohnehin keinen Platz gehabt, sagt er. «Das Mosaik steht am Schulleitungszentrum genau richtig.» Er freut sich, bereits das zweite Werk seines Vaters von der Gipsummantelung befreit zu haben. Vor zwei Jahren bemerkte Eglin im KV Liestal, dass dort die «Sphinx» seines Vaters ebenfalls eingemauert worden war.

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