Die Trockenheit des vergangenen Sommers hat den hiesigen Bäumen enorm zugesetzt. «Es ist tatsächlich so schlimm gekommen, wie wir befürchtet haben», sagt Ueli Meier, Leiter des Amts für Wald beider Basel, und fügt an: «Nach meiner Wahrnehmung ist es noch schlimmer, als ich erwartet habe.» Schaden nahmen auch Bäume, die noch gesund ausgesehen hatten. Ihr intensiver Fruchtbehang hat ihnen die letzten Reserven geraubt, sodass diese Bäume heuer nicht mehr austrieben.

Revierförster und Forstequipen sind nun stark gefordert. Sie tragen die Hauptlast. Meier und sein Team unterstützen und versuchen, für den Forstdienst gute Rahmenbedingungen zu schaffen. «Unsere Aufgabe ist zu koordinieren, was einen beträchtlichen Aufwand bedeutet.» Viel ist neu. Es muss geübt werden. Wer macht was, was soll sofort getan werden, dabei ist auch eine Portion Gelassenheit gefragt. «Wir müssen mit den Einwohnergemeinden zusammen anschauen, was prioritär ist», erklärt Ueli Meier und zählt auf: die Sicherheit von Waldspiel-, Picknick-Plätzen und Wanderwegen; die Waldgesundheit mit dem Beheben von Käferschäden; oder will der Eigentümer sein Holz aus dem Wald nehmen, solange es noch verwertbar und nicht ganz geschädigt ist.

Task-Force erarbeitet Grundlagenpapier

In den Sommerferien wird eine Task-Force eingesetzt, die aus Mitarbeitenden des Amts für Wald beider Basel sowie Vertreterinnen und Vertretern betroffener Anspruchsgruppen besteht. Laut Meier soll innert dreier Monate eine Grundlage vorliegen, wie man die in Mitleidenschaft gezogenen Waldareale wieder herstellen könnte. Die öffentliche Hand müsse sich einbringen, wie der Wald künftig aussehen soll und dafür Geld zur Verfügung stellen, meint der Kantonsforstingenieur.

Es gehe nicht darum, schnell alles aufzuräumen. Man müsse besonnen handeln, stellt Ueli Meier klar. Er sieht die derzeitige Waldkrise auch als Chance. So könnten Gebiete, in denen kranke Bäume gefällt werden müssen, mit anderen Baumarten wieder aufgeforstet werden.