Vögel interessieren sich nicht für Landesgrenzen. Trotzdem gelten derzeit nur auf der deutschen Seite des Rheins Massnahmen betreffend Vogelgrippe. Das Landratsamt Lörrach hat Ende vergangener Woche nämlich in einem 500 Meter breiten Streifen entlang des Ufers Sonderregelungen erlassen. So gelten für Geflügelhalter strenge Regelungen: Betreten darf man die Ställe nur noch nach einer Schuhdesinfektion, zudem ist Schutzbekleidung zu tragen. Einwegbekleidung muss sofort vernichtet werden. Gerätschaften sind zu reinigen und zu desinfizieren. Das gilt auch für frei gewordene und neu bezogene Stallungen. Weiter ist der Verkauf von lebendem Geflügel an Märkten ist verboten. Die Verfügung gilt vorläufig bis Ende Januar des kommenden Jahres.

In der Schweiz hingegen gelten Schutzmassnahmen erst in den Gegenden, in denen die Vogelgrippe tatsächlich festgestellt worden ist, nämlich am Boden- und am Genfersee. Dort werden die Vögel vor allem beobachtet. Gegenüber dem von Landratsamt Lörrach ausgeschiedenen Streifen sind die Behörden nicht tätig geworden – noch nicht.

Für alle Kantone gleich

Das Baselbieter Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen erklärt auf Anfrage, man warte für heute Abend angekündete Massnahmen ab, die das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen des Bundes beschliessen werde. Diese würden dann für alle Kantone gelten. Gemäss «Regionaljournal Aargau Solothurn» von Radio SRF könnten die Massnahmen denjenigen auf der deutschen Seite gleichen. Entlang der Schweizer Ufer der beiden grossen Seen hat der Bund einen ein Kilometer breiten Beobachtungsstreifen eingerichtet. (mec)