Arisdorf

Die 70 Angestellten der List AG dürfen wieder hoffen

Erst 2013 konnte Verwaltungsratspräsident Klaus List noch den Unternehmerpreis des Swiss Venture Clubs in die Höhe stemmen.

Erst 2013 konnte Verwaltungsratspräsident Klaus List noch den Unternehmerpreis des Swiss Venture Clubs in die Höhe stemmen.

Der kriselnde Hightech-Knetmaschinenhersteller List AG aus Arisdorf teilt mit, dass man mit der Jakob Müller Holding AG aus Frick einen «starken Partner» gefunden habe, um eine Auffanggesellschaft zu gründen und dadurch «möglichst viele Arbeitsplätze» zu retten.

Erst vor einer Woche musste das Familienunternehmen List AG, das in Arisdorf 70 Angestellte beschäftigt und just dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, offenlegen, dass es seinen Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen könne und etwa die Märzlöhne noch nicht gesichert seien. Die Schliessung des Hauptsitzes sei «unvermeidlich», sollte es nicht gelingen, mittels einer Auffanggesellschaft zumindest einen Teil des Unternehmens zu retten (bz berichtete).

Dass man nun mit der Jakob Müller AG – dem mit über 1000 Angestellten weltweiten Marktführer der Band- und Schmaltextilienindustrie und selbst ein Familienunternehmen – «grundsätzlich übereingekommen ist», bezeichnet die List AG selbst als «Silberstreifen am Horizont». Auf Nachfrage betont Sprecherin Claudia Bracher: «Noch ist es erst eine Absichtserklärung.» Die Zeichen stünden aber gut, denn «sonst würde die Jakob Müller AG nicht mit ihrem Namen hinstehen». Noch müssten aber die Verhandlungen mit Anspruchsgruppen wie Kunden, Partnern und Behörden geführt werden. Stehen soll der Deal bis Ende April.

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