Die Polizei warnte bereits um 4 Uhr morgens: Die Bevölkerung solle den Ufern von Rhein, Birs und Wiese fernbleiben. Zu gefährlich sei die Hochwassersituation. Die Polizei schrieb sogar: "Bei der erwarteten Abflussmenge wäre ein Rettung aus dem Gewässer nurmehr schwer oder gar nicht mehr möglich." Die Schifffahrt wurde eingestellt - und bleibt es bis zur Stunde auch. Es herrschte also Lebensgefahr in Basels Flüssen.

Doch nur wenige Stunden nach der dringenden Warnung der Polizei steigen Riversurfer in die Birs. Das wilde Wasser lockt sie bereits bei Sonnenaufgang zu einem Höllenritt auf den braungefärbten Wellen.

Andreas Flück, Gefahrenexperte beim Tiefbauamt Basel-Stadt, kann sich darüber nur wundern. "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich diese Leute in eine grosse Gefahr begeben", sagt er gegenüber der bz. Und: "Ich möchte nochmals betonen: Wenn etwas passiert, kann ihnen nicht geholfen werden."

Immerhin sagt Flück auch: "Das Gros der Leute ist vernünftig und hält sich an die Absperrungen der Polizei." 

Unverständlich ist Flück das verhalten einer Minderheit: "Es gibt immer solche, die das Gefühl haben, es wäre jetzt noch lustig, an den Rhein zu sitzen."

Derweil wird auf der reissenden Birs auf der Welle gesurft. (jk/rak)