Basellandschaftliche Kantonalbank

Die BLKB verliert den Logo-Streit: Der Spickel kommt weg

Das neue Logo: Die Ecke links unten (gelber Kreis) wird wieder rückgängig gemacht, und zwar bis Ende Jahr.

Das neue Logo: Die Ecke links unten (gelber Kreis) wird wieder rückgängig gemacht, und zwar bis Ende Jahr.

Der Dachverband der Kantonalbanken hat sich durchgesetzt. Die BLKB muss ihr neues Logo anpassen. Ansonsten hat die Kantonalbank ein gutes Jahr hinter sich: Sie konnte den Gewinn leicht steigern.

Die Basellandschaftliche Kantonalbank muss ihr prägnantes neues Logo schon wieder abändern. Leicht zwar, aber doch entfällt ein charakteristisches Element. Beim Rechteck mit dem stilisierten «K», das alle Kantonalbanken in der Schweiz verwenden, wird der Spitz am linken unteren Rand entfernt. Das gab die Bank an der Bilanz-Medienkonferenz am Mittwoch in Liestal bekannt. Das «K» mit dem Spickel sollte eine Sprechblase darstellen. Sieht man von den Querelen mit dem Verband ab, war 2019 für die BLKB ein erfolgreicher Jahrgang (siehe unten). 

Auf die Abänderung bestanden hatte der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) mit Sitz in Basel. Der Dachverband ist Inhaber der Markenrechte – er pocht darauf, dass angeschlossene Banken die Grundform des Logos unverändert verwenden: Also das Quadrat mit dem stilisierten «K» und, wenn möglich, das Wort «Kantonalbank» respektive «Banque Cantonale» als Teil des Namens. 

Hier konnte die BLKB offenbar einen Kompromiss aushandeln. Denn sie verwendet weiterhin die Abkürzung «BLKB». Ebenso ist der Slogan «Was morgen zählt» auch in Zukunft Teil des Logos. So kam BLKB-CEO John Häfelfinger an der Medienkonferenz zum Fazit: «Ich finde unseren neuen Auftritt wirklich cool!» 

Laut seinen Angaben belaufen sich die Kosten für die Entfernung des «Spickels» auf einen kleinen Betrag. Die Korrekturen hätten «komfortabel» im Budget Platz, das für den neuen Markenauftritt reserviert worden ist. Das sind rund 1,8 Millionen Franken.

Der neue Markenauftritt wurde im vergangenen September lanciert. Bis Ende Jahr sollen alle schon publizierten Logos korrigiert sein, sagte Häfelfinger. Betroffen seien unter anderem die Hälfte der 20 Niederlassungen, bei denen unter anderem die neue Leuchtschrift bereits an der Fassade montiert worden ist. Ebenso seien auch schon Druckmaterialien mit dem Spickel im Umlauf, etwa Visitenkarten. Andere Kantonalbanken verwenden weiterhin abgeänderte Versionen des Grundlogos. 

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