Die Baselbieter Freisinnigen scheuen den Alleingang. Die FDP-Kantonalpartei steigt mit der SVP in den Nationalrats-Wahlkampf. Nur gerade zwei Mitglieder stimmten am Mittwoch am Parteitag in Binningen gegen eine Listenverbindung, drei enthielten sich der Stimme.

Parteipräsidentin Saskia Schenker stellte klar, dass es sich bei einer Listenverbindung um «eine rein mathematische Angelegenheit» handle. Jede Partei mache ihren eigenen Wahlkampf und habe ihre eigenen Themen. «Wir haben auf nationaler Ebene einige Differenzen mit der SVP», betonte Schenker.

Abwahl verhindern

Mit der Listenverbindung soll das Risiko einer Abwahl von Daniela Schneeberger minimiert werden. Das habe ein Analysetool gezeigt, erklärte Schenker. Die Parteipräsidentin erinnerte an die Nationalratswahlen 2011, als die FDP den Alleingang wagte und bis zuletzt um ihren Sitz zittern musste. «Es sieht alles danach aus, dass die Mitte auch dieses Mal eine breite Verbindung eingehen wird. Gerade die EVP wird mit Ständeratskandidatin Elisabeth Augsburger viele Stimmen holen.»

Von der GLP und der CVP zeigt sich Schenker hingegen unbeeindruckt. Sie erinnerte daran, dass die FDP selber bei den Landratswahlen im vergangenen März zwar keine Sitze, aber doch zwei Prozent Wähleranteil verloren habe.