Schwingen

Die Frauen erobern nach 105 Jahren den Schwingerverband

(Bild: Eidgenoessischen Frauen- und Meitlischwingfest 2012 auf dem Stoos im Kanton Schwyz)

Die Frauen erobern das Schwingen

(Bild: Eidgenoessischen Frauen- und Meitlischwingfest 2012 auf dem Stoos im Kanton Schwyz)

Christine Brügger aus Muttenz und Ursula Rolle aus Lupsingen sind 2013 die ersten Frauen im Vorstand des 1908 gegründeten Basellandschaftlichen Kantonalen Schwingerverbandes (BLKSV).

Christine Brügger, 45-jährig, Mitglied des Schwingklubs Muttenz, wie auch Ursula Rolle (51), Mitglied des Schwingklubs Pratteln, treten ihr Amt im kommenden Jahr mit grosser Freude und vor allem «mit grosser Motivation» an, wie sie gegenüber der bz betonen. «Wir wollen etwas bewegen», blicken beide in die Zukunft. Die wird interessant werden.

Christine Brügger (links) und Ursula Rolle wollen zupacken.

Christine Brügger (links) und Ursula Rolle wollen zupacken.

Seit zwei Jahren Vize

Familienfrau Christine Brügger hat einen Startvorteil. Sie ist seit zwei Jahren als Vizepräsidentin im Vorstand des Schwingklub Muttenz, was in jedem Fall die ganze Sache «auf höherer Ebene» erleichtern wird. «Ich mache mit, weil ich der Schwingerei etwas zurückgeben will. Meine beiden Buben Cyrill und Joel profitieren seit Jahren vom SK Muttenz, wo sie als Jungschwinger tätig sind. Es braucht grundsätzlich ehrenamtliches Engagement, denn nur so kann unser Milizsystem funktionieren.» Ursula Rolle, Projektleiterin Sponsoring und Events bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank, sieht das Ganze ähnlich. «Ich freue mich und bin motiviert auf meine neue Aufgabe.» Rolle fügt an, dass Sie die Schwingerszene ganz generell schätze. «Dort wird Handschlagqualität gelebt, und man weiss, woran man ist», zeigt sich die voraussichtlich neue Kommunikationschefin des BLKSV überzeugt.

Aufgaben noch nicht verteilt

Ob sie tatsächlich diesen Posten im Vorstand erhalten wird, ist noch nicht mit absoluter Sicherheit fixiert. «Die Konstituierung erfolgt erst am 23.Januar», kommentiert Kantonalpräsident Urs Lanz. Brügger, die wohl den Posten der Protokollführerin erhalten wird, sagt, dass diese konkrete Aufgabe für sie die «Beste und die Einfachste» sei. «Das kann ich gut.»

Der BLKSV ist nicht nur wegen dieser beiden Frauen im Umbruch. Urs Lanz ist erst seit knapp zwei Wochen neuer Chef in der Arena. Auf ihn wartet jede Menge Arbeit. Gefordert sind letztlich alle Vorstandsmitglieder. «Ich gehe davon aus, dass unsere neuen Kolleginnen die bisherige Kultur mittragen», blickt der Generalagent Urs Lanz vorwärts. «Ich kann mir jedoch vorstellen, dass aufgrund anderer Erfahrungen eine neue Sichtweise in den Vorstand hineingebracht werden wird. Dies wird den Vorstand bestimmt beeinflussen und beleben.»

Urs Lanz, ein Macher, will sich zu seiner künftigen Arbeit als Kantonalpräsident noch nicht äussern. «Gerne nehme ich nach den ersten 100 Tagen dazu Stellung.»

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