Protest

Die Kämpfer für das Spital Laufen wollen bis vor Bundesgericht gehen

Das vor dem Aus stehende Spital Laufen steht hoch in der Gunst vieler Laufentaler.

Soll bald schliessen

Das vor dem Aus stehende Spital Laufen steht hoch in der Gunst vieler Laufentaler.

Im Laufental regt sich Widerstand gegen die bevorstehende Schliessung des Spitals. Mit einer Petition fordern sie den Erhalt des Krankenhauses.

Das ist eine Ansage: «Die IG Pro Spital Laufen will für die Einhaltung des Laufentalvertrags bis vor Bundesgericht gehen.» Das Schriftstück, das für den Übertritt des Laufentals von Bern zu Baselland ausgearbeitet wurde, sehen die rund 830 Mitglieder der Interessensgemeinschaft verletzt, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Denn das Laufner Krankenhaus, dessen Bestand gemäss Vertrag «dauernd gewährleistet» sein soll, steht vor dem Aus.

Das defizitäre Spital soll Ende dieses Jahres geschlossen und durch ein ambulantes Gesundheitszentrum ersetzt werden. Im Herbst stellten das Kantonsspital Baselland (KSBL), der Kanton Baselland und eine Verhandlungsdelegation aus neun Laufentaler Politikern ihre Pläne vor. Der an einem emotionalen Infoanlass im Januar geäusserte Widerstand eines Teils der Bevölkerung verstärkte sich zuletzt. Die IG Pro Spital Laufen wurde ins Leben gerufen und auf der Internetplattform Open Petition wurde eine Petition gestartet. Deren Ziel: «Die Abteilung Innere Medizin des Kantonsspitals Laufen ist zu erhalten.» Die Leitung des KSBL habe für ein komplettes Leistungsangebot zu sorgen.

Laufner FDP-Stadtrat führt den Widerstand an

Um ihr Spital zu retten, ist die IG auch bereit, rechtliche Schritte einzuleiten. Im letzten Dezember entschied auf Antrag der lokalen FDP die Laufner Gemeindeversammlung, für derartige Abklärungen 100 000 Franken ins aktuelle Budget aufzunehmen. Wichtigster Exponent des Widerstands gegen die Schliessung ist der Laufner FDP-Stadtrat Simon Felix. Stadtpräsident Alex Imhof (CVP) gehört hingegen der Verhandlungsdelegation aus dem Laufental an, die sich für die Transformation in ein Gesundheitszentrum einsetzt.

Der Kanton Baselland will im Sommer über seine weiteren Planungen informieren. Es ist stark davon auszugehen, dass das Spital Laufen zu einem Fall für die Justiz wird. Selbst der Kanton Baselland meint in den Antworten auf Fragen der IG: «Wenn es notwendig wird, werden je nachdem die Gerichte entscheiden müssen.»

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