Ormalingen

Die neue Sportanlage soll nun endlich kommen

So soll die neue Heimat von vielen Ormalinger Vereinen aussehen.

So soll die neue Heimat von vielen Ormalinger Vereinen aussehen.

Die Gemeinde Ormalingen will eine neue Sportanlage bauen – ob das klappt, entscheidet sich an der Gemeindeversammlung.

Ob sich Ormalingen über eine neue Sportanlage freuen darf oder nicht, wird kommenden Dienstag entschieden. Gibt die Gemeindeversammlung grünes Licht für das Projekt, steht dem Ersatz der mit gravierenden Mängeln behafteten Turnhalle durch einen modernen Gebäudekomplex nichts mehr im Wege. Die letzten zwei Projekte ähnlicher Art scheiterten an den Referenden an der Urne.

Für die Ormalinger Gemeindepräsidentin Verena Schürmann leicht zu erklären: «Damals ging es nur um die Aussenanlagen.» Dies habe bei der Bevölkerung die Bedenken ausgelöst, dass ein Neubau der Turnhalle auf die lange Bank geschoben werde.

Dringender Handlungsbedarf

Während andere Gemeinden im Kanton am Hungertuch nagen, will Ormalingen mit der Halle in die Zukunft investieren. Dass dringender Handlungsbedarf bestehe, sagt auch Edy Weisskopf, Präsident der kommunalen Bau- und Planungskommission Sportanlagen (BPK). «Die Turnhalle gibt es seit 1964. Sie ist schon seit langem nicht mehr auf dem neusten Stand. Es gibt nur einen Duschraum.»

Nun nimmt die Gemeinde einen weiteren Anlauf, um die massiven Mängel der Anlage zu beheben. Vor zwei Jahren genehmigte die Gemeinde einen Planungskredit von 800 000 Franken. Im Folgenden führte die BPK einen Studienwettbewerb durch, aus dem die Gautschi Lenzin Schenker Architektur AG als Siegerin hervorging. Kernstück des Projekts ist ein quadratischer Baukörper, der eine Mehrzweckhalle und eine Sporthalle umfasst. Im Westen des Gebäudes sind die Anlagen für Wurf- und Sprungdisziplinen, die Laufbahn und das Rasenspielfeld. Die Gemeindepräsidentin sagt: «Die neue Sportanlage ist vor allem für die Gemeinde selber gedacht. Ormalingen hat viele Vereine, die die Halle brauchen.»

Die Kosten der Halle belaufen sich auf 12,7 Millionen Franken. Ormalingen will die Halle über die kommenden zwanzig Jahre verteilt bezahlen – pro Jahr kostet das die Gemeinde gut 600 000 Franken. «Die Finanzierung ist gesichert», versichert Weisskopf. Das neue Sportzentrum sei derzeit die einzige grössere Investition, die die Gemeinde tätige.

Kein Geld vom Kanton

Vom Kanton erhält die Gemeinde kein Geld. Um von kantonalen Geldern profitieren zu können, müssten auch andere Gemeinden die Halle nutzen können. Jedoch profitiert die Gemeinde vom kantonalen Finanzausgleich: Sie gehört zu den sogenannten Nehmern, die von finanzstarken Gemeinden Geld erhalten.

Klarheit, ob das Projekt angenommen wird oder nicht, wird am Dienstag herrschen: Unter Traktandum drei wird an der Gemeindeversammlung über das Bauvorhaben diskutiert und abgestimmt. Für den Architekten Dominik Lenzin ist klar: «Für das Dorf würde ein negativer Entscheid einem Stillstand gleichkommen.» Ob die Ormalinger derselben Meinung sind, wird sich zeigen.

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