Wintersport

Die Sonne lockte: Ansturm auf Skigebiete im Baselbiet und Schwarzbubenland

Unzählige Menschen nutzten vergangenes Wochenende die optimalen Wetterbedingungen. In den Skigebieten der Region herrschte Hochbetrieb. Der grosse Zulauf sorgte teilweise für Verkehrschaos.

Bereits aus der Ferne glänzt einem an diesem sonnigen Sonntagvormittag die schneebedeckte Juralandschaft Langenbrucks entgegen. Schon bevor man zum Skilift gelangt, fallen rechts und links die von Schlittelgruppen in Beschlag genommenen Hügel auf. Die grösste Ansammlung befindet sich beim Zivilschutzzentrum: Die Parkplätze sind ausgelastet. So manches Autokennzeichen trägt die Kürzel Deutschlands und Frankreichs.

Das Schneetreiben ist rege: Kinder fegen mit ihren Bobs über Schanzen. Am Rande picknickt eine Familie auf einem zum Tisch umfunktionierten Schlitten. Gleich daneben erwecken fleissige Kinder eine Schneemenschenfamilie zum Leben. Zwei Geschwister errichten eine Schneeburg. Doch schon wieder ruft der Berg: Zwei andere Kinder kommen dahergesaust. Zu viert samt Bobs rennen sie den Hügel hinauf.

Solothurner Hälfte des Skigebiets jetzt auch offen

In den vergangenen Tagen machte das Langenbruckener Skigebiet Schlagzeilen, weil kurioserweise aufgrund kantonal verschiedener Coronamassnahmen nur einer der zwei Lifte desselben Gebiets geöffnet werden konnte. Am Samstag durfte nun auch derjenige auf Solothurner Seite den Motor anwerfen.

Zwar seien «die Fallzahlen bis heute zu hoch», wie der Kanton Solothurn am Freitag mitteilte. Da jedoch «mittlerweile alle anderen Kantone der Schweiz ihre Skigebiete geöffnet haben», erteile er nun auch den Skiliftbetreibenden auf Solothurner Boden eine Bewilligung.

Im Tickethäuschen zeigt man sich zufrieden. Vor allem nach der schneelosen Saison vergangenes Jahr sei man froh, nun seit dem 1. Januar wieder geöffnet haben zu können. Aber auch im Vergleich zu anderen Jahren seien die Besucherzahlen sehr erfreulich: «Wir haben momentan perfekte Bedingungen», sagt der Billettverkäufer mit Blick auf die Schneedecke, die kalten Temperaturen und den wärmenden Sonnenschein.

Falsch parkierte Autos sorgten für Polizeieinsätze

Die Passwangstrasse auf dem Weg Richtung Skilift Hohe Winde ist bestens besucht von Wandernden; davon zeugen auch die gefüllten Parkplatzbuchten, welche die Strasse säumen. Der Ansturm ist nicht nur erfreulich: Am Sonntag habe die Polizei einige Male wegen falsch parkierter Autos, die den Verkehr störten, nach Langenbruck ausrücken müssen, wie ein Mediensprecher der Baselbieter Polizei auf Anfrage mitteilt.

Ein Umblick auf der Passhöhe bestätigt die Auslastung: Verkehrsdienst und Feuerwehr Mümliswil-Ramiswil bitten Autofahrende, nicht anzuhalten. Die Parkplätze können nur noch verlassen werden; rein kommt niemand mehr.

Auch zum Skilift Hohe Winde in Beinwil drängen die Menschen in Scharen. «Es ist ein Chaos!», kommentiert ein Verkehrslotse. Bis es die breiten Autos auf dem schmalen Strässchen aneinander vorbei schaffen und sich die Kolonne auflöst, kann er auch nichts machen, als seinen Stumpen zu rauchen und die Situation zu beobachten.

Ein anderer Vorfall, den die Skilifte Hohe Winde am Sonntag per Facebook kommunizierten, wird wohl kaum etwas mit diesem Verkehrschaos zu tun haben. In der Nacht auf Sonntag sei eine Person mit dem Allradantriebsauto die Piste hinaufgefahren. Sie solle sich melden; andernfalls erfolge eine Anzeige bei der Polizei. Bereits am Sonntagnachmittag konnten die Skiliftbetreibenden vermelden, der Falle habe «sich geklärt».

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