Feierlich zogen zwei Mädchen zum Auftakt der Feier das Tuch vom Stein, der sich in voller Pracht präsentierte. Sofort näherten sich Umstehende, um die Stein-Sonne zu berühren. Felix Stähli, der Präsident des Verkehrsvereins Laufen, erinnerte in seinen kurzen Begrüssungsworten an die Geschichte des Planetenwegs.

Dieser wurde 1977 eingeweiht und führte von Laufen über gut 13 Kilometer nach Liesberg. Nun sei er aber in die Jahre gekommen, weshalb sich eine Sanierung aufdrängte. Er dankte den Unterstützern und dem Entgegenkommen der Landeigentümer, insbesondere der Familie Imhof, auf deren Grundstück «Auf Saal» die Sonne weiterhin stehen wird.

Attraktiv und lehrreich

Dank zahlreicher Sponsoren, darunter die Stadtburgergemeinde Laufen, Baselland Tourismus, Stiftungen und andere Gönner, konnten die Kosten von rund 100'000 Franken gedeckt werden. Neu handelt es sich beim Planetenweg in Laufen um einen Rundweg mit einer Länge von rund acht Kilometern. Angepasst wurden auch die Informationstafeln. Ein QR-Code ermöglicht Kindern zudem den Zugang zu einem Märchen, das die Geschichte von «Moggä» erzählt, der auf dem Planetenweg galaktische Abenteuer erlebt. Geschrieben hat die Geschichte Tanja Rainone; erzählt wird sie von sieben Schauspielerinnen und Schauspielern.

«Gerade solche Themenwege sind es, die es leichter machen, Kinder für das Wandern zu gewinnen», sagte Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus. Er zeigte sich beeindruckt, in welch kurzer Zeit von zweieinhalb Jahren der neue Planetenweg entstanden ist. Dieser sei sehr attraktiv und spannend aufgemacht.

Die Sonne und die acht Planeten – der Pluto gilt ja seit 2006 nur noch als Kleinplanet – sind vom Röschenzer Künstler Stefan Schnell aus acht unterschiedlichen Steinarten gestaltet worden. Die Sonne beispielsweise besteht aus rötlichem Kalkstein aus Liesberg. Für die Erde fand bläulicher brasilianischer Quarzit, für den Jupiter Travertin aus Italien Verwendung. Die Planeten stehen auf geschwungenen Metallskulpturen. Mit den geschwungenen Linien will der Künstler «die Umlaufbahnen der Planeten symbolisieren.»

Wenige hundert Meter vom Ausgangspunkt der Wanderung entfernt, am Waldrand, ist eine der insgesamt zwei «Himmelsliegen» entlang des Wanderwegs montiert worden. Diese hat der junge Zimmermann Thierry Christ aus Lärchenholz gebaut. «Sie laden zum Innehalten und Ausruhen ein und dazu, die schöne Aussicht zu geniessen», sagte Felix Stähli.

«Der schönste Planetenweg»

«Das ist der schönste Planetenweg der Schweiz», zeigte sich Stadtrat Pascal Bolliger begeistert. Er dankte dem Verkehrsverein für seine grosse Arbeit. Nach einer Pétanque-Bahn und der Reaktivierung des Springbrunnens sei es ein weiteres Projekt, dass die Attraktivität Laufens für Besucher steigere. Genau gleich sieht dies Stadtpräsident Alex Imhof. Der neue Planetenweg verbinde mehrere Gebiete: Astronomie, Geschichte, Kultur, Kunst, Sport, Literatur: «Hier wurde etwas ganz Fantastisches geschaffen.» Neben dem Themenweg zur Geschichte der Stadt Laufen im Stedtli sei dies nun der zweite Themenweg in Laufen, bei dem mit QR-Codes Wissenswertes und Kurzweiliges zu erfahren sei.