Liestal

Die Spitex Regio Liestal wird volljährig

Die Spitex-Tagesstätte wurde neu eingerichtet.

Lichtvoll

Die Spitex-Tagesstätte wurde neu eingerichtet.

Die Spitex Regio Liestal feiert das 20-jährige Bestehen ihrer regionalen Tagesstätte für Betagte. Die Tagesstätte entlastet pflegende Angehörige.

Die betagten Leute, welche die Dienstleistungen der Tagesstätte der Spitex Regio Liestal beanspruchen, dürfen sich freuen. Die Räume an der Amtshausgasse in Liestal präsentieren sich in neuem, hellem Kleid. Darin werden sich Betreuerinnen und Betagte wohl fühlen. Die Kosten für die Renovation übernahm der Kanton Baselland als Liegenschaftsbesitzer, mit der namhaften Spende einer anonymen Spenderin konnte die Möblierung finanziert werden.

In der Tagesstätte werden derzeit an vier Tagen pro Woche täglich maximal zwölf Frauen und Männer zwischen 63 und 87 Jahren betreut. Jeweils von 8 bis 17 Uhr finden an Demenz oder Parkinson Erkrankte, Leute mit Lähmungen oder psychischen Leiden ein ideales Umfeld. Diese Spitex-Institution bietet sich auch älteren Personen an, die fixe Tagesstrukturen suchen.

Insgesamt 42 Personen aus 22 Baselbieter Gemeinden benutzen regelmässig die Tagesstätte, die ab 2011 wöchentlich von Montag bis Freitag geöffnet sein wird.

«Unsere Klientel besteht zu zwei Dritteln aus Frauen und einem Drittel aus Männern», erklärt Regula Herzig. Die Leiterin der Tagesstätte skizziert den Tagesablauf und weist auf die Aktivitäten für die Betagten hin. Diese können mit den Betreuerinnen Einkäufe tätigen, ein Teil der Besuchenden hilft beim Kochen; es wird gespielt, gesungen, geschwatzt und gelacht. Täglich gebe es viel Heiterkeit, sagt Herzig und betont: «Es ist eine Bereicherung für unser Team.»

Fünf professionelle Betreuerinnen teilen 1,9 Stellen. Die Spitex zählt auch auf freiwillige Kräfte, die mit den Betagten Aktivierung betreiben und Fahrdienste erledigen. Eine solche Tagesstätte ist eine perfekte Ergänzung für die Pflege zu Hause.

Lob für die Zusammenarbeit

Eindrücklich sind die Schilderungen von Irene Hersberger, die während mehrerer Jahre ihren kranken Vater daheim betreut hat. Dieser ist kürzlich gestorben und wollte nie ins Altersheim. «In die Tagesstätte ging er, das war kein Problem», erzählt Hersberger. Für sie und ihr Umfeld war dies eine grosse Entlastung. Sie lobt die hervorragende Zusammenarbeit zwischen ihrer Familie und der Spitex Regio Liestal sowie den Verantwortlichen der Tagesstätte.

Die Rechnung dieser Institution ist ausgeglichen, die Erträge decken knapp die Kosten. Die Finanzierung basiert auf drei Säulen: Tagespauschale, die von den Besuchenden bezahlt wird, Krankenkassenbeiträge und Gemeindebeiträge.

Tag der offenen Tür mit Einweihung der Tagesstätte, Amtshausgasse 7 in Liestal, übermorgen Samstag, 11 bis 16 Uhr.

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