Ferienpass

Diese 300 Mini-Events trotzen Corona erfolgreich

Kinder bauen im Ferienpass ein Floss zusammen. (Symbolbild)

Kinder bauen im Ferienpass ein Floss zusammen. (Symbolbild)

Wer gestern am Birsufer bei Birsfelden unterwegs war, konnte beobachten, wie eine Gruppe von Kindern Flosse baute und damit den Fluss hinunterfuhr. Was vor Coronazeiten seltsam angemutet hätte, schien dabei kaum jemanden zu stören: Mit grosser Selbstverständlichkeit wurde Abstand gehalten, Hände desinfiziert, und manche Kinder trugen Masken.

Die Angebote des Baselbieter Ferienpasses X-Island sind – Corona hin oder her – gut besucht. Mit knapp 800 Anmeldungen kommt der Ferienpass auf 80 Prozent der Teilnehmerzahl des Vorjahres. «Damit hat sich unsere Prognose bestätigt, wir dürfen zufrieden sein», sagt Leiterin Sabine Carstens. Trotz dem Abspringen einiger Veranstalter habe man Ende April entschieden, den Ferienpass durchzuführen. Die Berufsfeuerwehr, die BASF und einige kleine Veranstalter konnten dieses Jahr keine Events anbieten. Mancherorts mussten Veranstaltungen angepasst werden. «Normalerweise findet bei der Schleusenfahrt ein Rundgang mit dem Kapitän statt», erzählt Carstens. Da es sich die Schifffahrtsgesellschaft Basel personell nicht leisten kann, dass ein Kapitän krank wird, habe man das Programm ändern müssen.

Dennoch: Der Ferienpass ist auch dieses Jahr ein Erfolg. «Wir spüren eine grosse Dankbarkeit von Seiten der Kinder, da soziale Kontakte und Veranstaltungsbesuche ja auch in ihrem Alltag zu kurz gekommen sind», so Carstens. In der ersten Woche seien viele Eltern sehr vorsichtig gewesen und hätten die Umsetzung des Schutzkonzepts genau beobachtet. «Auch uns selbst war bei der Vorstellung nicht wohl, ständig Polizei spielen zu müssen», räumt Carstens ein. Einmal mehr habe sich aber gezeigt, wie gut Kinder herausfordernde Situationen meistern und wie eingespielt die Hygieneregeln bereits sind.
Spitzenreiter der rund 300 Events sind nach wie vor Veranstaltungen mit Tieren. Das reicht von Tierheimbesuchen über Lamatrekkings bis zum Mithelfen auf Bauernhöfen wie dem Dietisberg – ein neues Angebot. «Da dürfen die Kinder Käsen und Shirts bedrucken, was ein Highlight ist.»

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