Missstände im Wohnheim

«Diktatorisch»: Schwere Vorwürfe an die Heimleitung der Werkstube Aesch

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Das Wohnheim in Aesch werde «diktatorisch» geführt.

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In der Werkstube Aesch herrsche eine aussergewöhnlich hohe Personalfluktuation. Die Schuld für die vielen Wechsel schieben die Mitarbeitenden der Heimleitung zu.

In der Werkstube Aesch sollen schlechte Zustände herrschen. Dies vermeldete heute Abend das «Regionaljournal Basel» von SRF. Das Wohnheim werde «diktatorisch» geführt, im Monatsturnus würden Angestellte die Werkstube verlassen, berichten mehrere ehemalige Mitarbeitende. In dieser Situation könnten die geistig und körperlich behinderten Bewohner keine Bindungen zu ihren Betreuern aufbauen.

Der schwerwiegendste Vorwurf dreht sich laut «Regionaljournal» um die aussergewöhnlich hohe Personalfluktuation. In drei Jahren seien in der Werkstube ungefähr 45 Personen ausgetauscht worden – mehr als eine pro Monat. Die Schuld für die vielen Wechsel schieben die Mitarbeitenden der Heimleitung zu.

Das «Regionaljournal» hat Stiftungspräsidentin Maja Greuter von der Trägerstiftung Adulta mit diesen Vorwürfen konfrontiert. Greuter bestätigt die hohe Personalfluktuation. Diese sei zu hoch, und der Rekrutierungsprozess müsse verbessert werden. Abmahnungen und Entlassungen seien indes nicht willkürlich erfolgt, die Gründe seien jeweils dokumentiert. Gleichwohl hat Greuter nun laut SRF eine externe Untersuchung veranlasst. (bz) 

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