Arlesheim

Diskussionen um «La Colline» gehen weiter: Umweltschützer reagieren auf Ablehnung des runden Tisches

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber erwirkten einen Baustopp im Bauvorhaben «La Colline».

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber erwirkten einen Baustopp im Bauvorhaben «La Colline».

Die beiden Stiftungen Helvetia Nostra und Fondation Franz Weber sind mit den Bauvorhaben «La Colline» und «Schwinbach Süd» in Arlesheim nicht einverstanden. Zusammen mit der Initiative Natur- und Kulturraum Dornach-Arlesheim fordern sie eine gesetzeskonforme Überprüfung der Projekte. 

Aus Sicht der Naturschützer stellt das Bauprojekt «La Colline» eine akute Bedrohung für ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet dar. Ausserdem werden die Bundesvorgaben zum Kulturgüterschutz des einzigartigen Goetheanum-Ensembles durch das Bauvorhaben verletzt. Dies schreiben Helvetia Nostra und die Fondation Franz Weber in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Kürzlich konnten Helvetia Nostra und die Fondation Franz Weber nun einen Etappensieg im Zusammenhang mit den Bauvorhaben verzeichnen. Die beiden Stiftungen haben vor Bundesgericht einen superprovisorischen Baustopp erreicht. Der Regierungsrat seinerseits lehnte aber diese Woche einen runden Tisch ab.

Naturschutzgebiet ernsthaft in Gefahr

Auf die Gefährdung des Naturschutzgebietes, führen die Stiftungen in ihrer Mitteilung aus, werde bereits seit 2013 wiederholt hingewiesen und Einsprachen erhoben. Allerdings käme es nie zu notwendigen Abklärungen mittels biologischer Fachgutachten, heisst es weiter. Aus diesem Grund habe die Initiative Natur- und Kulturraum Dornach-Arlesheim zwei solche Gutachten in Auftrag gegeben. Diese bestätigen nun aus der Sicht der Initianten eine mögliche Bedrohung der Bauvorhaben.

Der Regierungsrat ist indes irritiert über das Verhalten der Initianten, dies teilte er ebenfalls Anfang dieser Woche mit. Die Gegner widersprechen nun und schreiben ihrerseits, dass die Sorgfaltspflicht betreffend Erhebung und Schutz der Naturwerte verletzt worden sei.

Frühestens Ende Oktober entscheidet das Bundesgericht über das Gesuch der Stiftungen einer langfristigen aufschiebende Wirkung. Somit gilt bis mindestens am 22. Oktober ein Baustopp.

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