«House of Wine»

DJ Antoine kauft ein: Jetzt will er eine Wein-Bank auf der Landschaft erstehen

Antoine Konrad sieht die Möglichkeit, seine Weine unter perfekten Bedingungen zu lagern.

Antoine Konrad sieht die Möglichkeit, seine Weine unter perfekten Bedingungen zu lagern.

Die Verhandlungen über die Liegenschaft «House of Wine» in Biel-Benken gehen kommende Woche weiter. Peter Oppligers Wein-Bank kam nie richtig in Schwung, jetzt will der Unternehmer Antoine Konrad das Haus kaufen.

Sie kam nie so richtig in Schwung, die Wein-Bank des Gastrounternehmers Peter Oppliger in Biel-Benken. Vor drei Jahren eröffnete er das «House of Wine»: Hier können in 600 Mietfächern Weinflaschen gelagert werden. Den Mietern der Safes und damit Mitgliedern des Clubs sollte einiges geboten werden, etwa exklusive Degustationen von Spitzenweinen und Rabatte bei edlen Tropfen.

Oppliger startete mit rund achtzig Mitgliedern – bei dieser Zahl ist es bis heute geblieben. Es habe sehr wohl eine Nachfrage bestanden, sagt er auf Anfrage, aber: «Ich hatte schlichtweg keine Zeit. Diese hätte ich aber in die Akquisition von Kunden investieren müssen.» Dem 60-Jährigen, einst Betreiber der Basler Lokale Des Arts und All Bar One, gehören nämlich nebst dem «House of Wine» die beiden Marken Swiss Mountain Spring Tonic Water sowie das Bier Kitchen Brew. Letzteres wird in Allschwil gebraut. Dort befindet sich auch der Sitz von Oppligers Firma Sygama. Sowohl Tonic Water als auch das Bier würden sich prächtig entwickeln, sogar international, so Oppliger. «Deshalb habe ich mich entschieden, das House of Wine zu verkaufen.»

Vor einem Jahr ins Weingeschäft eingestiegen

Einen Interessenten kann er bereits vorweisen und erst noch einen gewichtigen: Oppliger steht in Verhandlungen mit dem Musiker und Unternehmer Antoine Konrad alias DJ Antoine, wie er Recherchen dieser Zeitung bestätigt. Kommende Woche, so Oppliger, ginge es in eine neue Verhandlungsrunde. «Es gilt, noch einige Punkte zu klären, aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns einig werden.» Er betont aber, dass noch nichts entschieden sei.

Das Interesse von Konrad an dem «House of Wine» in Biel-Benken kommt nicht von ungefähr. Im vergangenen Jahr stieg der Baselbieter mit «Konrad Wines» ins Weingeschäft ein. Seine Tropfen stammen aus einer Weinkellerei bei Würzburg. Eine Flasche kostet um die neunzig Franken, Konrad verkauft nur in Kleinstauflage. Er habe sich bewusst gegen Massenproduktion entschieden, sagte er vor einem Jahr dem «Blick». Ein Wein-Experte gab dem Tropfen damals Bestnoten und stellte ihnen gute Lageraussichten für die nächsten fünf bis acht Jahre aus – im «House of Wine», wo die Bedingungen laut Oppliger perfekt sind, wären die Tropfen von Konrad also gut aufgehoben. Der DJ selbst wollte eine Anfrage der bz gestern nicht beantworten, da «leider» noch nichts fix sei.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1