Subventionen

Doch kein zusätzliches Baselbieter Geld fürs Theater Basel

Bei einem Patt von je 40 Stimmen und einer Enthaltung gab Ratspräsidentin Myrtha Stohler (SVP) den Ausschlag für das Nein.

Bei einem Patt von je 40 Stimmen und einer Enthaltung gab Ratspräsidentin Myrtha Stohler (SVP) den Ausschlag für das Nein.

Mit hauchdünner Mehrheit lehnt der Baselbieter Landrat einen Zusatzbeitrag von 700'000 Franken ans Theater ab. Dies, nachdem er in derselben Frage im Dezember noch knapp Ja gesagt hat.

Der Baselbieter Landrat lehnt einen Zusatzbeitrag des Landkantons von 700'000 Franken ans Theater Basel für 2015 mit hauchdünnem Mehr ab: Bei einem Patt von je 40 Stimmen und einer Enthaltung gab Ratspräsidentin Myrtha Stohler (SVP) den Ausschlag für das Nein.

In der kurzen, aber leidenschaftlich geführten Debatte wurde immer wieder die schlechte finanzielle Lage des Kantons ins Feld geführt: Zusatzausgaben wie jene für das Theater Basel seien derzeit nicht opportun, hiess es seitens der SVP. Auch betonten die Gegner höherer Subventionen, dass es dem Theater finanziell gar nicht so schlecht gehe; jedenfalls liessen jüngste Äusserungen des neuen Theaterintendanten Andreas Beck in den Medien darauf schliessen.

SP und Grüne machten sich dafür stark, dass Baselland trotz der klammen Kantonsfinanzen seine Verantwortung für den «bedeutendsten kulturellen Standortfaktor der Region» wahrnehme.

Das Nein des Parlaments stellt zumindest eine kleine Überraschung dar: Bei den Beratungen zum Budget 2015 hiess der Landrat ein Postulat von Jürg Degen (SP) für höhere Subventionen mit 45 zu 42 Stimmen gut. Juristische Abklärungen des Kantons ergaben, dass für einen abschliessenden Entscheid eine separate Vorlage notwendig ist. Zu dieser - inhaltlich gleich lautenden - Vorlage sagte der Landrat nun aber Nein. Für den Meinungsumschwung verantwortlich sein könnten die jüngsten Hiobsbotschaften zur finanziellen Lage des Kantons.

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