Energieversorgung

EBM erzielte 2017 mehr Umsatz und Gewinn als im Vorjahr

Die Elektra Birseck Münchenstein (EBM) hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 570 Millionen Franken erzielt, was einem Plus von 18 Prozent gegenüber 2016 entspricht. Der Jahresgewinn stieg von 21 auf 185 Millionen Franken.

Der ausserordentliche Gewinn ist vor allem auf eine Veräusserung der Hälfte der EBM-Beteiligung an der französischen Gesellschaft Direct Energie SA zurückzuführen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Durch Kapitalerhöhungen, an denen die EBM nicht partizipiert hatte, habe sich diese Beteiligung verwässert. Dadurch hatte sie laut Geschäftsbericht nicht mehr die einstige strategische Bedeutung.

Für die Umsatzsteigerung von 481 auf 570 Millionen Franken sind gemäss Mitteilung primär konsolidierungsbedingt die per Mitte 2016 getätigten Zukäufe verantwortlich, die 2017 erstmals voll zu Buche schlugen. Zugelegt habe aber auch das angestammte Geschäft, insbesondere der Stromverkauf.

Zahlenstandard geändert

Das operative Ergebnis (EBIT) beziffert die EBM auf 42 Millionen Franken; gegenüber 36 Millionen Franken im 2016. Die Vorjahreszahlen wurden dabei aufgrund einer neuen Systematik bei der Rechnungslegung angepasst. Mit der Änderung will die EBM gemäss Mitteilung künftig die jährlich anfallenden Wertschwankungen auf die strategischen und langfristigen Strombezugsverträgen vermeiden.

Das EBIT-Plus ist gemäss Geschäftsbericht buchhalterisch getrieben. Für das operative Ergebnis massgebend seien jedoch die einmalig gestiegenen Bezugskosten für Strom aus der eigenen Produktion sowie die gestiegenen Grosshandelspreise. Diese Kostenerhöhungen hätten margenmässig nicht kompensiert werden können.

Das Elektrizitätsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 24 Prozent auf 6,144 Milliarden Kilowattstunden erhöht. Der Umsatz stieg von 270 auf 328 Millionen Franken. Weitere Grosskunden hätten indes wie erwartet von der Grundversorgung in den freien Markt gewechselt. Das Segment Netz setzte 192 Millionen Franken um, was einem Plus von 39 Millionen Franken entspricht.

Weniger Heizgradtage

Im Bereich Wärme sank der Umsatz um eine Million auf 58 Millionen Franken. Gründe sind gemäss Mitteilung die um fünf Prozent gegenüber 2016 zurückgegangenen Heizgradtage sowie ein längerer Betriebsunterbruch in der Wärmeanlage in Saint-Louis (F).

Der Umsatz bei den erneuerbaren Energien sank von 19 auf 11 Millionen Franken. Die EBM konzentriere hier ihre Aktivitäten neu in der aventron AG, die zu 46,2 Prozent im Besitz der EBM Gruppe ist.

Die als Genossenschaft organisierte EBM versorgt 170'000 Kunden in 78 Gemeinden in den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn sowie im Elsass. Sie beschäftigt insgesamt 436 Mitarbeitenden in 422 (Vorjahr: 403) Vollzeitstellen.

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