Allschwil

Eigentümerin zeigt Besetzer des alten Schiessplatzes an

Besetztes Schüztenhaus am Allschwiler Weiher.

Besetztes Schüztenhaus am Allschwiler Weiher.

Gegen die Besetzer der leerstehenden Gebäude des ehemaligen Schiessplatzes Allschwilerweiher hat die Eigentümerin Immobilien Basel-Stadt Strafantrag gestellt, wie ein Polizeisprecher am Samstag auf Anfrage sagte. Die Lage sei derzeit völlig ruhig.

Der historische Schiessplatz war am Freitag von mehreren Dutzend Personen besetzt worden. In einem Internet-Communiqué kündigten die Besetzenden anonym an, die Bauten der Spekulation entziehen und nach ihren Vorstellungen beleben zu wollen.

Sie riefen im Internet Gleichgesinnte auf, sich ihnen anzuschliessen. Ihnen schwebe "ein Leben jenseits von Profitlogik und Schufterei" vor, ein "Zusammensein ohne die lästigen Bürden der Konkurrenz und der Hierarchie.

Der Schiessplatz war nach jahrelangem Kampf der Anwohnerschaft von Allschwil und Binningen BL gegen den Lärm Ende 2008 stillgelegt worden. Die Basler Schützenvereine kamen dann in der Schiessanlage Lachmatt bei Pratteln BL unter. Das Bundesgericht hatte schon 1994 befunden, dass die Anlage Lärmschutzvorschriften verletze.

Der Ex-Schiessplatz auf stadtnahem Baselbieter Boden gehört dem Kanton Basel-Stadt. Immobilien Basel-Stadt plant darauf - an ruhiger Waldrand-Lage - eine Wohnüberbauung.

Die Polizei hielt sich zunächst im Hintergrund. Laut dem Sprecher hat sie die Besetzenden über die Anzeige und die Illegalität der Besetzung informiert.

Meistgesehen

Artboard 1