April, April!

Ein Aprilscherz, der für Furor(e) sorgte

Nicolas Drechsler gibt Telebasel über den Sensationsfund Auskunft.

Nicolas Drechsler gibt Telebasel über den Sensationsfund Auskunft.

Die Trennung der beiden Basel muss nicht rückgängig gemacht werden. Ebenso wenig gehen in Baselbieter Schulhäusern 200 Leih-Katzen auf Mäusejagd.

Hildy Haas aus Hölstein ist das Lachen im Halse stecken geblieben. Der «geschmacklose Aprilscherz» habe klar aufgedeckt, wessen Geistes Kind die bz sei: «Sie ist wirklich nicht mehr die Zeitung der Baselbieter», ärgert sich die ehemalige SVP-Landrätin aus dem Oberbaselbiet in ihrer wütenden Zuschrift.

Richtig, Frau Haas, die bz ist eine Zeitung für Leserinnen und Leser aus der ganzen Region! Das ist wohl auch der Grund für die ausserordentliche Resonanz auf unsere Scherzgeschichte in der bz-Freitagsausgabe, die gleichzeitig in unserem Partnerblatt AZ Fricktal erschienen ist.

Den fürwahr sensationellen Dokumentenfund, sofern er denn einer gewesen wäre, erwähnte Radio «SRF 1» an erster Stelle in seiner morgendlichen nationalen Presseschau, die Kollegen des Online-Portals «Watson» hätten deswegen beinahe eine Push-Meldung rausgejagt, und «Telebasel» schleppte den Autor Nicolas Drechsler eigens vor die Kamera.

Beitrag ab Minute 1:10

Nicolas Drechsler bei Telebasel

Schliesslich kamen zwei Interessenten extra ins Basler bz-Büro vorbei, um nachzuprüfen, was es denn mit diesem Dokument auf sich habe, in dem sich die beiden gegnerischen Truppenführer der Hülftenschanz-Schlacht von 1833 angeblich auf ein Unentschieden geeinigt hatten.

Das historische Schriftstück

Das historische Schriftstück

Doch um nochmals alt Landrätin Haas zu zitieren: «Die Trennung der beiden Basel hatte handfeste und nachvollziehbare Gründe und ist eine geschichtliche Tatsache.»

Für deutlich weniger Aufregung sorgte der andere Aprilscherz der bz, der am Freitagmorgen auf unserem Onlineportal verbreitet wurde: Selbstverständlich sucht der klamme Kanton Baselland keine 200 Leih-Katzen, die in den maroden Schulhaus-Provisorien die (reale) Mäuseplage bekämpfen sollen.

Jedenfalls wollte niemand in Liestal seinen vierbeinigen Liebling freiwillig für Jagdzwecke abgeben. Immerhin lobte Online-Userin «Catwomen»: «April, April, gut gedacht, glaubhaft verkauft!» Danke, fürs Kompliment.

Curlinghalle im Hangar

Aber auch andere regionale Medien taten sich in Sachen Einfallsreichtum hervor. Die Sissacher «Volksstimme» verpflanzte den Belper Bider-Hangar, um den sich Langenbruck bemüht, kurzerhand neben die eigene Eishalle. Statt Flugzeug-Enthusiasten sollen darin angeblich jetzt Curlingspieler ihr Unwesen treiben.

Leider vergass die «Volksstimme» zu erwähnen, ob dafür im Gegenzug die Eishockeyaner von Zunzgen-Sissach künftig in Langenbruck spielen werden.

«Radio Basilisk» machte auf einen neuen Service der BVB aufmerksam: Die Basler Verkehrsbetriebe wollen von nun an ihre Fahrgäste mit einem Bus direkt vor der Haustüre abholen und sie an den Arbeitsplatz bringen – eindeutig ein Aprilscherz aus der Kategorie «zu schön, um wahr zu sein».

Derweil transferierte die «Neue Fricktaler Zeitung» nach Scott Chipperfield nun auch Marco Streller zum Drittligisten FC Möhlin-Riburg/Acli, was nur schon deswegen nicht sein kann, als sich die FCB-Stürmerlegende nie und nimmer den Senioren-Meistertitel mit dem SC Dornach entgehen lassen würde.

Schliesslich wollte «Onlinereports» glauben machen, dass die Autobauer von Jaguar einen neuen Mini entwickelt hätten, der durch die Poller am Spalenberg passt.

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