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Ein Neubau für Aescher Störche: Gemeinde ersetzt Baum durch Mast

Störche waren in Aesch jahrelang Gäste und sollen es auch weiterhin bleiben. (Archivbild)

Störche waren in Aesch jahrelang Gäste und sollen es auch weiterhin bleiben. (Archivbild)

Der Baum, auf dem seit Jahren ein Storchenpaar brütet, muss weg. Jetzt soll ein Mast Abhilfe schaffen.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die nicht alle Storchenfreunde vorweisen können: Seit rund zehn Jahren brütete auf einer Pappel an der Landskronstrasse in Aesch ein Storchenpaar, meist immer das gleiche. Ein Gärtner stutzte den Baum so, dass das Nest auf dem Gipfel Platz fand. Die Lage ist ideal, weil in den benachbarten Feldern genug Futter zur Verfügung steht. Das Paar fühlte sich dort offenbar wohl: Die Brut gelang ihm häufiger als bei anderen Störchen in der Region.

Diese Naturidylle drohte ein Ende zu finden – notgedrungen, denn die Pappel ist hohl und vermodert. Sie muss demnächst gefällt werden. Aber die Aescher Storchenfreunde wollen, dass die Tiere wieder kommen. Ein anderer Baum kam dafür nicht in Frage, «sonst haben wir in einigen Jahren wieder dasselbe Problem», sagt Patrick Schaub, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Aesch/Pfeffingen.

20 Meter südlich des bisherigen Standorts

Und so hat man beschlossen, dass als Ersatz ein Mast her muss. Rund zehn Meter soll er werden, aus Holz oder aus Metall, das ist noch nicht bestimmt. Den Standort stellte ein Liegenschaftsbesitzer etwa 20 Meter südlich der Pappel zur Verfügung. Der Bau kostet mehrere tausend Franken, schliesslich soll der Mast ein solides Fundament aus Beton erhalten und jahrelang halten.

Für den neuen Mast sammelt der Natur- und Vogelschutzverein jetzt Geld in der Bevölkerung. «Störche sind Sympathieträger», sagt Schaub. «Viele Aescher freuen sich über die Jungen, kennen die Vögel gut und schauen immer wieder zu ihnen hoch.» Ziel ist, dass das gleiche Storchenpaar wie bisher auf dem neuen Mast nistet. «Er ist ja nicht weit vom alten Standort entfernt», sagt Schaub.

Ob die Vögel auch wirklich kommen, ist nicht sicher

Um dem Paar das Nisten einfacher machen, werden die Vogelschützer auf dem Mast den Anfang eines Nestes bauen, aus Ästen und Holzschnitzeln. So sollen die Vögel angelockt werden. «Ich bin zuversichtlich, dass das klappt», sagt Schaub. Womöglich dauere es aber auch zwei oder drei Jahre, bis die Störche wieder nach Aesch kämen. Es bleibt aber ein Restrisiko, erzwingen lässt sich nichts. Ob sich im Frühling das bisherige Paar – oder auch ein anderes – hier niederlassen will, kann niemand voraussagen. «Fest planen kann man das nicht», sagt Schaub.

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