FC Arlesheim

Ein Promi-Duo für das runde Leder: Moderne Fussballplätze dank Huggel und Balz Stückelberger

Freuen sich auf ihre neue Aufgabe: Balz Stückelberger und Ex-FCB-Spieler Beni Huggel.

Freuen sich auf ihre neue Aufgabe: Balz Stückelberger und Ex-FCB-Spieler Beni Huggel.

Mit dem Co-Präsidium von Huggel und Stückelberger erhält der FCA frischen Wind im Club. Ein grosses Ziel der neuen Präsidenten ist die Modernisierung der Infrastruktur. In Angriff genommen werden der Kunstrasen, die Spielfeldbelegung sowie Umkleidekabinen für Damen.

Nach zweieinhalb Jahren ohne Führung erhält der FC Arlesheim gleich zwei neue Präsidenten. Das Duo Huggel und Stückelberger übernimmt per sofort die Führung des Dorfclubs. Beide sind mit dem Club eng verbunden: Beni Huggel trainierte schon als Jugendlicher beim FC Arlesheim und wurde dort vom FCB entdeckt. Balz Stückelberger ist vor allem durch seinen Sohn zum FCA gekommen. «Mein Sohn verbringt viel Zeit im Club. Ich engagiere mich, damit ich etwas zurückgeben kann», sagt Stückelberger, der zudem als Präsident der FDP Arlesheim amtet und im Baselbieter Landrat politisiert.

Auch im «neuen» FCA sind alle willkommen

Stückelberger und Huggel sind beide Mitglieder des Stiftungsrats zur Förderung des Fussballsports beim FCA. Die 2006 gegründete Stiftung hat zum Ziel, den Club finanziell zu unterstützen. Dafür stehen ihr aktuell rund 150'000 Franken zur Verfügung. Den Stiftungsrat hat der ehemalige FCA-Präsident Heinz Burgener – selbst Mitglied der FDP – mit strategischem Geschick zusammengestellt. Mit Nicole Barthe von der Frischluft und Balz Stückelberger von der FDP hat Burgener zwei Vertreter der beiden stärksten Parteien Arlesheims in die Stiftung gebracht. Und mit Beni Huggel und Marco Streller konnte er zwei ehemalige Fussballstars aus der Region gewinnen. Mit dem Co-Präsidium von Huggel und Stückelberger wird die Stiftung in Zukunft mehr Gewicht im Club erhalten. «Der Stiftung ist die nachhaltige Entwicklung des FC Arlesheim ein Anliegen, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Deshalb haben wir uns für die Übernahme des Präsidiums entschieden», sagt Stückelberger.

Im Dorfclub soll es nun aber trotz der prominenten Führung nicht um Leistungssport gehen, das betont Huggel gleich mehrfach. «Auch wenn ich aus dem Spitzensport komme, möchte ich, dass jeder und jede im FC Arlesheim Fussballspielen kann – unabhängig vom Niveau. Hier sollen Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten zusammenkommen und eine gute Zeit haben», sagt der Ex-FCB-Spieler. Es gehe darum, den Kindern Werte zu vermitteln und ihnen mit dem Fussball eine Plattform zum Austausch zu geben. Ein grosses Ziel der neuen Präsidenten ist die Modernisierung der Infrastruktur. Vor allem die Fussballplätze sind teilweise marode – ja, der Kunstrasenplatz ist gar gefährlich. In einem der Löcher auf dem kaputten Rasen kann man sich schnell mal den Knöchel verstauchen. Ausserdem sind die Plätze stark ausgelastet: An einem normalen Wochenende ist der einzige für Matches brauchbare Platz von morgens bis abends belegt. Auch das Gebäude in den Widen bietet nicht genug Räumlichkeiten. Es fehlen Kabinen, besonders für die Frauen. «Wenn der Trend so weitergeht und Mädchen sich weiterhin verstärkt für Fussball interessieren, kommen wir bald an die Grenzen unserer Infrastruktur», gibt Huggel zu bedenken.

Für Sanierung der Felder wäre Geld der Gemeinde nötig

Die Trainings- und Matchfelder des FC Arlesheim bedürften einer raschen Sanierung, doch dafür braucht es Geld von der Gemeinde und vom Kanton. In den letzten Jahren hatte die Arlesheimer Kultur das Nachsehen – Investitionen in einen neuen Kultursaal wurden lange herausgeschoben. Gross sind daher die Hoffnungen, dass die Gemeindeversammlung am 21. November dem Projekt für den neuen Gemeindesaal zustimmt. Ob neben dem neuen Saal dann noch finanzielle Mittel für neue Sportplätze übrig bleiben, ist fraglich. Stückelberger will Kultur und Sport jedoch nicht gegeneinander ausspielen. «Wir brauchen beides», sagt er.

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