Kurzfilmtage

Eine Brise Hollywood weht am Wochenende durch Arlesheim

David Borter ist Projektleiter der Kurzfilmtage Arlesheim. Hier ist er an einem Dreh für ein Musikvideo der Liestaler Sängerin Lena Schenker.

David Borter ist Projektleiter der Kurzfilmtage Arlesheim. Hier ist er an einem Dreh für ein Musikvideo der Liestaler Sängerin Lena Schenker.

Ab heute Abend und bis zum grossen Finale am Sonntag wird ein Hauch von Hollywood durch die Gemeinde Arlesheim wehen. Zum zweiten Mal finden dort die Kurzfilmtage statt.

Dieses Wochenende werden zum wiederholten Male die Beiträge zu den 2. Arlesheimer Kurzfilmtage, zum Thema «Blau», einem breiten Publikum in der Trotte vorgeführt. Die zwölf Filmtitel versprechen spannende Ausflüge in die Welt des Blaus, eingereicht von Schülern, Studenten, Berufsleuten oder auch Rentnern. David Borter, Projektleiter der Arlesheimer Kurzfilmtage, erklärt im Interview, wieso man sich auf die kommenden Tage freuen darf.

Herr Borter, nach den 1. Arlesheimer Kurzfilmtagen kommen nun die 2. Arlesheimer Kurzfilmtage. Wieso sollen auch diese zu einem Erfolg werden?

David Borter: Es sind tolle Filme eingereicht worden, tolle Filmemacher haben an guten Werken gearbeitet. Schon im letzten Jahr strömten viele Menschen in die Trotte, und so entschlossen wir, eine Weiterführung der Arlesheimer Kurzfilmtage durchzuführen.

Das Thema der Filmtage ist «Blau». Das ist offen formuliert.

Ja, genau. Als wir uns letztes Jahr, im Juli, im Organisationskomitee zusammengesetzt haben, überlegten wir ein spannendes neues Thema, welches die Menschen anspricht. Bei den letzten Filmtagen mussten die Filme etwas mit Arlesheim zu tun haben. Das Thema «Blau» ist dagegen absichtlich offen formuliert, es gibt viele Möglichkeiten. Aus «Blau» kann man Wortspiele machen, es gibt verschiedene Pfade. Auch ein Bezug auf das blaue Wappen Arlesheims kann man herstellen.

Neben dem Thema war die einzige Teilnahmebedingung die Länge: Eingereichte Filme durften maximal eine Länge von acht Minuten haben.

Es werden Filme von professionellen Filmemachern zu sehen sein. Haben diese dann nicht einen Vorteil? Sie haben ja viel mehr Möglichkeiten als ein Amateurfilmer.

Sie haben zwar recht, dass professionelle Filmemacher zwar mehr Möglichkeiten in Bezug auf Material und Technik haben. Und oft steht auch ein grösseres Budget zur Verfügung. Aber das ist ja keinesfalls das einzig Ausschlaggebende. Denn man kann auch mit einfacheren technischen Mitteln einen tollen Film machen. Denn für einen gelungenen Film braucht es eine Idee, Umsetzungswillen, Mut, Engagement, Kreativität uns so weiter – und dies kostet alles kein Geld. Deshalb sehen wir es doch als fair an, dass «Amateure» und «Profis» im gleichen Wettbewerb antreten.

Am Sonntag wird der blaue Teppich ausgerollt. Wie wird der Sieger auserkoren?

Dazu muss man sagen, es gibt drei Gewinner. Die Jury kürt zwei Siegerfilme, und das Publikum vergibt den «Wochenblatt»-Publikumspreis. In der Jury sitzen, neben mir, noch Esther Keller und Rolf Kämpf. Beim «Wochenblatt»-Publikumspreis kann jeder mitbestimmen, die Besucher können am Freitag und Samstag ihre Stimme ihrem Favoriten geben. Selbst am Sonntag ist bis zur Pause der Preisverleihung noch eine Stimmabgabe möglich.

Dotiert ist der erste Siegerfilm der Jury mit 1000 Franken, der zweite mit 500 Franken. Der Sieger des «Wochenblatt»-Publikumspreises erhält auch 500 Franken. Alle Siegerfilme erhalten zudem je einen Arlesheimer Film-Award.

Erzählen Sie den Ablauf der 2. Arlesheimer Kurzfilmtage.

Startschuss ist heute Freitagabend, 18 bis 22 Uhr. «Tele Basel» sendet ab 18.05 Uhr live von den Filmtagen. Im Parterre gibt es fünf Monitore, auf denen man sich die Filme anschauen kann. Im 1. Stock gibt es eine Projektion, wo alle Filme hintereinanderlaufen. Am Samstag das gleiche Prozedere, von 11 bis 18 Uhr. Am Sonntag ist schliesslich der grosse Tag; die Filme werden auf einer grossen Leinwand gezeigt, anschliessend kommt die Kür. Die Preisverleihung startet um 11 Uhr. Türöffnung ist um 10.30 Uhr.

Wieso sind die 2. Arlesheimer Kurzfilmtage ein gelungener Ausflug für das Wochenende?

(lacht) Die Besucher können eine filmische Vielfalt bewundern, es ist für alle etwas dabei. Die Filmtage werden jung und dynamisch. Und so wird die Trotte Arlesheim auch an diesen drei Tagen zu einem Ort für Kultur und Begegnung. Wir freuen uns auf jeden Besucher und auf jede Besucherin.

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