Keine Fusion

Eine fusionierte Gemeinde «Bitterswil» wird es nicht geben

Dieses Ortsschild wird auch künftig Fantasie bleiben.

Dieses Ortsschild wird auch künftig Fantasie bleiben.

Die Gemeindeversammlungen in Bättwil und Witterswil stimmten gestern über eine mögliche Fusion der beiden Dörfer ab. Während sich die Bättwiler für ein Zusammengehen aussprachen, votierten die Witterswiler dagegen. Damit ist das Projekt gestorben.

Mit 94 Ja zu 42 Nein sprachen sich die Anwesenden im Foyer des Oberstufenzentrums Leimental im Solothurnischen Bättwil klar für einen Zusammenschluss mit Witterswil aus. Nur wenige hundert Meter davon entfernt stimmten die Witterswiler in der Mehrzweckhalle mit deutlichen 105 Nein zu 69 Ja gegen eine Fusion. Wegen des negativen Entscheids kommt es zu keiner Urnenabstimmung. Diese wäre im November über die Bühne gegangen.

Nach der Gemeindeversammlung erklärte der Witterswiler Gemeindepräsident Mark Seelig, dass die Einwohner seiner Gemeinde grundsätzlich konservativer seien als die des Nachbardorfes. Mehrere Witterswiler wiesen während der Versammlung darauf hin, dass es der Gemeinde heute gut gehe und eine Fusion deshalb nicht nötig sei. «Unser Leidensdruck ist derzeit gering. Wie es in einigen Jahren nach einem Zusammenschluss mit Bättwil aussieht, wissen wir nicht», war der Tenor.

Seit Herbst 2014 waren in sieben Arbeitsgruppen die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses der Gemeinden geprüft worden. Die Gruppen setzten sich aus Vertretern der beiden Nachbardörfer zusammen. Fazit der Abklärungen war, dass es keine objektiven Sachverhalte gibt, die einer Fusion im Wege stehen. Beide Gemeinden seien sowohl in organisatorischer, finanzieller als auch infrastruktureller Hinsicht in einer vergleichbar guten Verfassung.

Im hinteren Leimental wäre eine mittelgrosse Gemeinde mit 2700 Einwohnern entstanden. Die Gemeindeverwaltung wäre im mit knapp 1500 Einwohnern ein wenig grösseren Dorf Witterswil angesiedelt worden.

Meistgesehen

Artboard 1