Pratteln

Eine Riesenbatterie, die nicht nur Autos antreibt

Dominik Müller (Agrola), Tobias Andrist (EBL), Roger Burkhart (Alpiq) und Stephan Burgunder (Gemeindepräsident Pratteln) eröffnen zusammen mit Zukunftstagskind Lisa die Tesla-Batterie in Pratteln.

Dominik Müller (Agrola), Tobias Andrist (EBL), Roger Burkhart (Alpiq) und Stephan Burgunder (Gemeindepräsident Pratteln) eröffnen zusammen mit Zukunftstagskind Lisa die Tesla-Batterie in Pratteln.

Der Stromversorger EBL betreibt neu neben der Tesla-Tankstelle in Pratteln eine Batterie. Diese soll die Spitzen des Stromkonsums abfedern.

Vier Tanksäulen für ihre Elektroautos erstellte die Firma Tesla ursprünglich beim Aquabasilea in Pratteln. Als es wegen steigender Nachfrage zehn wurden, musste die Elektra Baselland (EBL), die den Strom lieferte, einen Transformator hinstellen. Und der Stromdienstleister könnte jetzt nochmals einen hinstellen, weil Tesla beschlossen hat, die Anzahl der Tanksäulen auf 24 zu erhöhen. Denn jede Tanksäule muss rund 350 Kilowatt Leistung erbringen können. Wenn an allen ein Auto hängt, kommt eine beträchtliche Leistung zusammen.

Doch die EBL verzichtet auf einen zusätzlichen Transformator. Stattdessen entschied sie, eine andere Strategie zu fahren: Wenn hohe Leistung gefordert ist, soll eine Batterie den zusätzlich nötigen Strom liefern. Gefüllt wird diese, wenn günstiger Strom auf dem Markt vorhanden ist, etwa wenn die Photovoltaikanlagen volle Leistung erbringen.

Grösste Anlage in der Region

Die Batterie wurde gestern feierlich eingeweiht. Hergestellt wurde sie von Tesla, sie kostete EBL ungefähr eine Million Franken. Sie hat eine Kapazität von 1,28 Megawattstunden und liefert eine Megawatt Leistung. Sie gibt etwa 90 Prozent des Stroms ab, der in sie gegeben wurde. Laut EBL handelt es sich um die grösste Batterie in der Region.

Die Anlage in Pratteln soll aber nicht einfach nur die Tankstelle nebenan beliefern. Vielmehr soll sie als Speicher dazu beitragen, die zeitlichen Unterschiede zwischen Produktions- und Konsumspitzen zu bewältigen.

Mehr Batterien wegen Elektromobilität

Der Preis, den EBL an Swissgrid für Strom zahlt, hängt nämlich von den Spitzenmengen ab. Mit der Batterie kann EBL die Spitzen selber abdecken. So soll der Endkunde günstigeren Strom erhalten.

Alle Beteiligten zeigten sich gestern überzeugt, dass so eingesetzte Batterien in Zukunft eine grössere Rolle bei der Stromversorgung spielen werden, nicht zuletzt angesichts der wachsenden Elektromobilität.

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