Schulferien

Einige Glückspilze im Kanton Baselland haben immer noch Schulferien

Für die Schüler des Mühlemattschulhauses und der Berufsschule Liestal sind die Ferien bereits zu Ende.

Für die Schüler des Mühlemattschulhauses und der Berufsschule Liestal sind die Ferien bereits zu Ende.

Die Weihnachtsferien sind offiziell seit Donnerstag fertig – einige Baselbieter Schüler geniessen aber noch Ferientage. Grund dafür sind schulinterne Weiterbildungen.

Im Baselbiet hat gestern die Schule wieder begonnen – aber nicht alle gehen hin. Kinder und Jugendliche, beispielsweise aus Allschwil, Birsfelden oder Therwil, können noch zwei zusätzliche Ferientage geniessen. In Frenkendorf ist die Situation besonders speziell: Die grosse Schwester besucht seit gestern wieder den Unterricht an der Sekundarschule, während der kleine Bruder noch wartet, bis er am Montag den Schulsack packen und wieder in die Primarschule gehen wird

Ferien dank Weiterbildung

Grund für die Ungleichheiten sind schulinterne Weiterbildungen. Diese haben an einigen Orten zur Folge, dass die Schüler gestern und heute schulfrei haben.

Bildungsdirektor Urs Wüthrich hat von den vereinzelten Ferienverlängerungen nichts gewusst: «Die Schulen haben der Bildungsdirektion nicht gemeldet, dass jetzt schulinterne Weiterbildungen stattfinden. Das müssen sie aber auch nicht.» Jeder Schule würden pro Jahr vier Halbtage während der Unterrichtszeit zur Verfügung stehen, um schulinterne Weiterbildungen zur Bildungsharmonisierung durchzuführen, erklärt Wüthrich.

Wann diese Weiterbildungen stattfinden, können die Schulen selbst bestimmen. Das könnte sich jedoch ändern: «Wir sind uns am Überlegen, ob Weiterbildungstage weiterhin am Anfang des Jahres oder im Anschluss an Ferien durchgeführt werden dürfen», sagt Wüthrich. Es sei denkbar, dass die Bildungsdirektion in anderen Jahren einen bestimmten Tag festlegen werde, an welchem alle Schulen die Weiterbildungen zur Bildungsharmonisierung durchführen müssen.

Harmos noch nicht Thema

Mit dieser Einschränkung hätten auch die Schüler von Therwil nicht mehr schulfrei, während sich andere bereits wieder dem kleinen Einmaleins, der Schnürlischrift oder binomischen Formeln widmen. Dieses Jahr hatten sie aber noch Glück: Ihre Lehrerinnen und Lehrer bilden sich seit gestern weiter. Jedoch nicht zum Thema Harmos, wie Jürg Lauener, Schulleiter der Sekundarschule Therwil, sagt: «Bezüglich Bildungsharmonisierung ist noch zu vieles unklar, als dass wir eine konkrete, schulinterne Weiterbildung zu diesem Thema durchführen könnten.» Zu Harmos werde sich die Schule sicherlich im nächsten Jahr weiterbilden, erklärt Lauener.

«Die beiden Tage im Anschluss an die Weihnachtsferien haben sich dieses Jahr gut für eine Weiterbildung angeboten», sagt Lauener. So werde keine normale Schulwoche um zwei Tage verkürzt, sondern die Ferien für die Schülerinnen und Schüler etwas verlängert. Nun werden aber im Jahr 2013 an der Sekundarschule Therwil keine weiterbildungsbedingten Freitage mehr folgen.

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