Coronakrise

Eltern müssen im Baselbiet keine Kita-Beiträge mehr zahlen, wenn sie ihre Kinder zu Hause betreuen

Bleiben die Kinder zu Hause, sind auch keine Beiträge fällig.

Bleiben die Kinder zu Hause, sind auch keine Beiträge fällig.

Der Regierungsrat von Baselland verabschiedet zwei Notverordnungen für die Kinderbetreuung während der Krise. Werden die Kinder zu Hause betreut, müssen die Eltern keine Beiträge an die Betreuungsinstitutionen leisten. Der Kanton entlastet die Ausfälle in Form einer Vorfinanzierung zu 80 Prozent.

Die Kantone sind laut Bundesverordnung dazu verpflichtet, während der Krise Betreuungsangebote zu gewährleisten. Aus diesem Grund bleiben die schul- und familienergänzenden Betreuungsangebote geöffnet, schreibt der Kanton in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Die Kinder sollen aber, wenn immer möglich, zu Hause betreut werden.

Wird die Betreuung von den Eltern übernommen, müssen diese keine Beiträge an die Kita oder andere Betreuungsangebote bezahlen. Der Kanton habe diese Massnahme getroffen, da die Bereitschaft der Eltern ohne Leistung für die Betreuung zu bezahlen, stark abgenommen habe. Mit dem Erlass der Zahlung sollen Vertragskündigungen vermieden werden.

Die Kosten belasten die Gemeinden längerfristig

Um die Betreuungseinrichtungen zu entlasten, entschädigt der Kanton die Ausfälle durch fehlende Elternbeiträge zu 80 Prozent, dies allerdings nur als Vorfinanzierung. In den Jahren 2021 bis 2023 werden die vorfinanzierten Ausfallentschädigungen den Gemeinden über den Finanzausgleich belastet. Die voraussichtliche maximale Vorfinanzierung durch den Kanton beläuft sich auf monatlich rund 2,3 Millionen bzw. insgesamt auf 12,9 Millionen Franken.

Die Betreuungseinrichtungen sind indes verpflichtet, ihre Ausgaben so weit wie möglich zu reduzieren. Dies soll etwa Kurzarbeit und Soforthilfe erfolgen. 20 Prozent des Schadens tragen die Betreuungsinstitutionen selbst.

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