Liestal

Es spukt in den alten Ziegelhofkellern

Die Brauerei Ziegelhof soll kulturell umgenutzt werden. Ein Schauspieler verkörperte dabei den «Geist» in den alten Kellern.

Die Brauerei Ziegelhof soll kulturell umgenutzt werden. Ein Schauspieler verkörperte dabei den «Geist» in den alten Kellern.

Die Lagerräume der Liestaler Ziegelhof-Brauerei sollen für Kultur und Kunst genutzt werden. Im Gewölbekeller soll es auch öffentliche Veranstaltungen geben. Bis dahin muss aber noch ausgeräumt, renoviert und angeschlossen werden.

In den alten Lagerkellern der Brauerei Ziegelhof wird kein Bier mehr hergestellt. Die Quartierplanung nimmt nun Gestalt an: Die IG Kulturraum Ziegelhof orientierte am Mittwoch über «den neuen Geist in den alten Ziegelhofkellern». Mehrere Vereine und Einzelpersonen haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam ein Konzept und mögliche Planskizzen erstellt. Sie wollen eine kulturelle Neunutzung der Lagerräume, die seit Jahren leer stehen.

Kultur im alten Bierkeller

Das Ziel des Kulturraumes Ziegelhof ist ein neuer Zugang zu Kultur und Kunst, ein Raumangebot für Kulturschaffende und die Förderung der jungen Künstler. Das Projekt richtet sich sowohl an Temporär- als auch an Langzeitnutzer. Die IG Kulturraum Ziegelhof organisiert sich als Verein. Jegliche Mitglieder, Nutzer und Einzelpersonen haben Mitspracherecht.

Drei grosse Keller, ein spezieller Gewölbekeller, zahlreiche Nebenräume und zusätzliche Räume mit Rampe stehen zu Verfügung. «Aus der gemeinsamen Nutzungsplanung werden die Räume nach ähnlichem Bedarf den Nutzern zugeteilt und auch gemeinsam bewirtschaftet», erklärt Projektleiter Ruedi Riesen.

Öffentliche Veranstaltungen wären im Gewölbekeller möglich. «Wir wollen Events und Konzerte hier stattfinden lassen. Dazu würden wir eine Bar errichten», sagt Michael Bischof der IG Kulturraum Ziegelhof. Der Keller biete Platz für rund 120 Zuschauer.

Die Regionale Jugendband Liestal und die Rotstab-Clique Liestal hätten einen Probe- und Übungsraum im Untergeschoss, der auch für kleinere Auftritte genutzt werden könnte. Im Obergeschoss befänden sich Probelokale für die Bühne Liestals und die Zirkus-Werkstatt.

«Ideen im Kopf»

Zudem gäbe es noch weitere freie Räume, die sich als Lager, Archiv, Atelier oder Werkstätte eignen würden. «Auch Leute, die neu mitmachen wollen, sind willkommen», sagt Riesen. Zur Startphase des Projekts gehört allerdings zuerst noch der Um- und Ausbau der Keller.

In vier Etappen sollen diese ausgeräumt, renoviert und mit Strom und Wasser versorgt werden. Wände müssen herausgebrochen und Leitungen demontiert werden. «Zudem brauchen wir Notausgänge, Lüftungen und Fenster in den Räumen», sagt Bischof. Die jeweiligen Nutzer können dann den Ausbau und die Gestaltung ihrer Räume nach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen vornehmen. «Wir haben schon genaue Ideen im Kopf, wie es dann aussehen könnte», sagt Riesen. Die ersten drei Etappen werden vom Generalunternehmen «ARGE Ziegelhof» übernommen, während der Feinschliff und die Gestaltung von den Nutzern finanziert wird.

Der Investor Abraham Budak der Bovida AG arbeitet eng mit den Kulturschaffenden der IG zusammen. Das weitere Vorgehen der IG beinhaltet Gespräche mit dem Stadtbauamt Liestal, der Eigentümerin und den Investoren. Ausserdem steht noch die definitive Version der Statuten des Trägervereins aus und die nächsten Schritte der Finanz-, Bau- und Terminplanung sind vorgesehen. Im nächsten Jahr sollten die Baupläne des Quartierplans bewilligt werden. «Wir hoffen, dass wir unser Projekt bald umsetzen können», sagt Riesen.

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