1. April

Fake News ahoi: Ein paar lauwarme und ein ziemlich übler Scherz zum 1. April in der Region

Florian Neumann pflegt das Naturschutzgebiet Ley in Reinach mit Wollschweinen.

Müssen wohl auch zu Hause bleiben: Die Wollschweine in Zürich.

Florian Neumann pflegt das Naturschutzgebiet Ley in Reinach mit Wollschweinen.

Für etwas Entspannung sorgt heute der 1. April. Denn über die Witze im Netz kann man auch lachen oder stolpern, ohne dabei das Haus zu verlassen. Hier eine Auswahl der Kopfgeburten dieser Region – inklusive eines sehr schlechten Beispiels.

Das Blut stockte Schülern und Lehrern wohl gleichermassen nach einer gefälschten Meldung vom Kanton Baselland mit der Unterschrift von Bildungsdirektorin Monica Gschwind. Darin heisst es: Die Frühlingsferien 2020 sind gestrichen. Die Schule sollte per Fernunterricht weitergehen, da die Lernerfolge zu gering ausfallen. Die Bildungsdirektion entwarnte gleich darauf: Die Ferien finden statt.  Die Schüler dürfen also nächste Woche wie geplant vom virtuellen Klassenzimmer ins Wohnzimmer wechseln. Das Ganze war Fake News von A bis Z.

Einen empörenden Zeitungsartikel postet der Graffitiblog Wandschmuck2 auf seiner Facebookseite. «Big Brother in der Basler Graffitiszene» titelt der angebliche Zeitungsbeitrag der BaZ von Thomas Knollwolf. Darüber prangert die Fassungslosigkeit der Community: «Das ganze ist so arm! Uns fehlen die Worte!». Laut Artikel soll die Basler Staatsanwaltschaft an legalen Graffitiwänden der Stadt Basel Kameras installiert haben, um so den Sprayern auf die Schliche zu kommen.

Baschi Dürr, Vorsteher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements, soll im Artikel bestätigen: «Es ging bei dieser Überwachung nicht darum Leute zu erwischen, die an diesen Wänden malen, sondern viel mehr darum an diesen Wänden beobachten zu können, welche ihre Namen auch an anderen Stellen in der Stadt platziert haben.» Wirklich hinterrücks eine solche Aktion! Das finden auch die Kommentatoren unter dem Beitrag. Ruhig Blut, liebe Sprayer: Es handelt sich bei dieser Meldung um einen harmlosen Aprilscherz. 

Schwein im Wohnzimmer

Auch die Homepage ArchitekturBasel bringt heute eine erstaunliche Meldung. So soll die Weiterentwicklung des Roche-Areals zwischen Grenzacherstrasse und Rheinpromenade nicht wie erwartet von den Basler Stararchitektin Herzog & de Meuron geplant werden, sondern von der Architektin Barbara Buser mit ihrem Baubüro «In situ». Die Architektin arbeitet oft mit wiederverwerteten Bauteilen. Die drei neuen Hochhäuser von Roche sollen denn auch gleich zu 90 Prozent aus Bauteilen des heutigen Areals bestehen. Man müsse sich das ein bisschen wie ein Legospiel vorstellen, heisst es im Artikel. Tönt wie ein wahrgewordener Traum für die Kreislaufwirtschaft - oder eben wie ein Scherz.

Zum Schluss noch ein ganz Fieser aus Zürich, der auch vor verzweifelten Tierliebhabern in Quarantäne nicht Halt macht. Der Tagesanzeiger vermeldet, man könne sich die beiden Wollschweine Emma und Silvius aus dem GZ-Wipkingen in Zürich zum Streicheln nach Hause liefern lassen. Als Aufmunterer in der belastenden Zeit. Leider handelt es sich auch hier wahrscheinlich nur um eine Scherzmeldung. Wie viele Anfragen (abgesehen von der Anfrage dieser Journalistin) beim Streichelzoo zur Stunde bereits eingegangen sind, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. 

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