Biermarkt

Feldschlösschen wehrt sich gegen Vorwürfe des Basler Wirteverbands

Feldschlösschen will Mehreinnahmen in Werbung investieren (Archiv)

Feldschlösschen will Mehreinnahmen in Werbung investieren (Archiv)

Der Wirteverband Basel-Stadt wirft der Feldschlösschen Getränke AG vor, den Wettbewerb auf dem heimischen Biermarkt zu verfälschen. Das Rheinfelder Unternehmen weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

Die Feldschlösschen Getränke AG sieht sich mit schweren Vorwürfen des Wirteverbands Basel-Stadt konfrontiert. Das zum Carlsberg-Konzern gehörende Unternehmen missbrauche seine Marktmacht und verfälsche den Wettbewerb. Grund für die Empörung des Wirteverbands ist die von Feldschlösschen Ende Januar bekanntgegebene Preiserhöhung für heimisches Bier.

Der Wirteverband hat beim Preisüberwacher und bei der Wettbewerbskommission (Weko) Anzeige gegen das Unternehmen mit Sitz in Rheinfelden erstattet.

Keine gesetzlichen Fehltritte

Feldschlösschen weist die Vorwürfe zurück. Einmal mehr erhebe der Wirteverband eine Reihe von rufschädigenden Vorwürfen, beklagt sich das Unternehmen in einer Medienmitteilung vom Sonntag. Die Weko habe sich in den vergangenen Jahren regelmässig mit dem Schweizer Biermarkt befasst und keine gesetzlichen Fehltritte seitens Feldschlösschen festgestellt.

Zuletzt hatte die Weko 2010 den Biermarkt bezüglich ausländischen Bieren untersucht und Parallelimporte als gängige Praxis dargestellt. Die Untersuchung wurde deshlab eingestellt.

Kein stillschweigendes Preiskartell

Der Wirteverband forderte - nicht nur im internationalen Vergleich - mehr Wettbewerb im Getränkemarkt, da vor allem zwischen den Absatzkanälen Detailhandel und Gastronomie ein grosser Unterschied im Preis bestehe. Alle Anbieter hätten ein grosses Interesse am hohen Preisniveau festzuhalten.

Feldschlösschen dementiert. Der Schweizer Biermarkt sei im Gegenteil von einem harten Wettbewerb gekennzeichnet. «Das Unternehmen weist den Vorwurf, es gebe ein stillschweigendes Preiskartell, mit aller Deutlichkeit zurück.»

«Wir bedauern, dass der Wirteverband Basel-Stadt einmal mehr via Medien Vorwürfe gegen Feldschlösschen erhebt.» Sie bedauert, dass der Wirteverband im Vorfeld nicht das Gespräch mit dem Unternehmen suchte. (zam)

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