Frenkendorf

Frenkendorfer Schüler mit einem Musical zu Ehren der Beatles

Die Sekundarschule führt alle vier Jahre ein Musical auf. Am Freitag ist Premiere von «Eight days a week». Die Schüler führen es zu Ehren der gleichnamigen Beatles-Platte auf, das diese vor 50 Jahren veröffentlichten.

Die Sekundarschule Frenkendorf erinnert in diesen Tagen an einen Bienenstock. Schüler laufen umher. Sachen werden von einer Ecke in die andere transportiert, die Hektik ist spürbar. «Wir sind in der ganz heissen Probephase», erklärt Martin Siebnich, Konrektor der Sek Frenkendorf und Produzent des Musicals «Eight days a week», das ab dem 10. Februar in der Aula der Sek Frenkendorf zu sehen ist.

Urs Rudin gibt während der Proben Anweisungen

Urs Rudin gibt während der Proben Anweisungen

Zu Ehren der ersten Beatles-Platte, die vor 50 Jahren veröffentlicht wurde, führen die Schüler ein Musical mit viel Musik der Fab Four auf. Was eine WM für Fussballfans, ist das Musical für die Schüler. Denn ein solches Musical wird an der Sek Frenkendorf nur alle vier Jahre aufgeführt. «Für die Schüler und alle Beteiligten ist es das Highlight schlechthin», betont Siebnich.

Da man ein solch grosses Projekt nicht innerhalb von drei Monaten auf die Beine stellen könne, begann man bereits vor eineinhalb Jahren mit den Vorbereitungen. Man hat unter anderem zwei externe Profis engagiert. «Mit Urs Rudin sind wir musikalisch und schauspielerisch sehr gut versorgt», freut sich Siebnich über den Musical-Leiter.

Gute Zusammenarbeit

Ein Rundgang durch die Aula zeigt, dass der Konrektor mit seiner Aussage nicht falsch liegt. Ein engagierter Urs Rudin gibt Anweisungen, dirigiert den Chor, unterbricht, gibt Tipps. «Wir sind immer noch in der Phase ‹Chaos›, dort liegen wir jedoch im Zeitplan», scherzt er gut gelaunt. «Die Zusammenarbeit mit den Schülern funktioniert sehr gut, sie sind eigenständig und begreifen schnell, was wir meinen, wenn wir Anweisungen geben», fügt die Co-Leiterin Dina Jost an. Einzig disziplinarische Punkte wie pünktlich erscheinen, nicht reden, wenn ein anderer redet oder den Abfall entsorgen, seien etwas mühsam.

Die Idee, ein Musical rund um die Beatles zu schreiben, kam Rudin «zwischen zwei Bissen Bratwurst», wie er sagt. Sein Kollege Sascha Thommen und er seien gerade am Essen gewesen, als man sich das Thema überlegte. «Wir haben uns überlegt, was es 2012 zu feiern gibt. Da kam mir sofort in den Sinn, dass die erste Beatles-Platte vor 50 Jahren erschienen ist», erklärt Rudin. Die Geschichte sei schülergerecht aufgebaut worden, mit viel Humor.

Der Gedanke, dass insgesamt rund 800 Leute dieses Stück sehen werden, freut Rudin vor allem für die Schüler. «Wir haben auch dafür gearbeitet, dann ist das der gerechte Lohn, wenn die Aufführungen gut besucht werden.»

Vorfreude grösser als Nervosität

Für die Schüler ist der Gedanke an so viel Publikum schon problematischer: «Lieber nicht darüber nachdenken, sonst werde ich noch nervöser, meint Rahel Spinnler. «Die Vorfreude ist jedoch grösser als die Nervosität; jetzt noch auf jeden Fall», ergänzt die Kollegin Selina Riegert.

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