Ab heute Montag bis am Freitag schaut die ganze Schweiz via TV-Bildschirm ins Baselbiet: An jedem Tag stellt in der neuen SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» je ein Protagonist seine Wohngemeinde vor. Den Anfang macht heute Montag Münchenstein gefolgt von Arlesheim, Reigoldswil, Sissach und abschliessend am Freitag Ettingen. Dabei stehen die Gemeinden miteinander im Wettbewerb.

Ziel ist es, seine Gemeinde auf möglichst originelle, einzigartige aber auch persönliche Weise unter den Aspekten Tradition, Kulinarik und Freizeit vorzustellen. Es genügt also nicht, einfach einen Dorfrundgang zu machen. Nun ist es aber nicht so, dass während dieser Woche Kamerateams in den Gemeinden auftauchen, denn die Sendung wurde bereits im vergangenen Herbst abgedreht. Für die Teilnehmer bedeutet dies, Stillschweigen zu bewahren – denn eigentlich wissen alle längst, welche der fünf Gemeinden als Sieger hervorgegangen ist. Die Zuschauer von «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» werden es am kommenden Freitag erfahren.

Zwei Gemeinden im Birseck

Eveline Meier ist die Protagonistin aus Münchenstein. Sie ist Präsidentin der Trachtengruppe Münchenstein und als solche mit dem hiesigen Brauchtum bestens vertraut: «Das war wohl auch der Grund, weshalb die Produktionsfirma der Sendung mich angefragt hat.» Nach einer kurzen Bedenkzeit hatte sie sich dazu entschieden, diese wichtige Aufgabe wahrzunehmen – schliesslich ist Münchenstein nicht jeden Tag im Schweizer Fernsehen zu sehen.

Die Teilnahme an der Sendung war für Meier eine gute Erfahrung: «Ich habe mich informiert und einiges über die Geschichte Münchensteins dazugelernt.» Gleich am Dienstag ist Anton Thüring aus Arlesheim an der Reihe: Er lebt nicht nur schon 50 Jahre in Arlesheim, sondern hat hier zudem als Statthalter, Gerichtsschreiber und Gerichtspräsident gearbeitet.

Für Thüring war der Dreh eine gute, aber auch anstrengende Erfahrung: «Es ist ein immenser Aufwand, wenn man bedenkt, dass am Schluss eine knappe halbe Stunde über den Bildschirm läuft.» Zudem musste er einige Strapazen auf sich nehmen, wie etwa bei einer Affenkälte draussen einen Kaffee zu trinken.

Ausflug ins hintere Baselbiet

Maurice Mura wird am Mittwoch seine Gemeinde Reigoldswil vorstellen: Er wurde als Präsident des Turn- und Sportvereins angefragt und fand die Teilnahme an der Sendung «eine coole Idee». Der 30-Jährige Polizist, der bisher 25 Jahre seines Lebens in Reigoldswil wohnhaft war, kann der Erfahrung nur Gutes abgewinnen: «Ich würde es wieder machen. Zudem hat Reigoldswil als Ausflugsziel viel zu bieten. Nach Reigoldswil kommen Leute aus der ganzen Schweiz.»

Für die zweitletzte Gemeinde steht Daniel Wiedmer aus Sissach vor die Kamera: «Zu Beginn des Drehtags war ich ein wenig nervös. Doch es lief alles glatt und wir hatten eine gute Zeit», sagt der in Sissach geborene und aufgewachsene Weinbauer. Er ist froh, dass mit Sissach auch eine Oberbaselbieter Gemeinde dabei ist.

Den Abschluss macht am Freitag die Leimentaler Gemeinde Ettingen. Protagonist ist der nicht unbekannte Stepptänzer Angelo Borer. «Gerade im Bereich Kultur und Tradition gibt es in Ettingen etwas, das ganz aussergewöhnlich ist in der Region», lässt er sich entlocken. Dem Ettinger ging es nicht in erster Linie darum, seine Gemeinde auf den ersten Platz zu pushen: «Alleine, dass ich Ettingen mit seinen Besonderheiten am Fernsehen zeigen kann, ist ein grosser Gewinn.»