Hardwald

Gegner des Muttenzer Windparks verbünden sich

Das Projekt zum Windpark von Muttenz rufen verschiedene Gegner auf den Plan.

Das Projekt zum Windpark von Muttenz rufen verschiedene Gegner auf den Plan.

In der Unteren Hard in Muttenz soll ein Windpark entstehen. Doch das gefällt nicht allen. Nun meldet der Verein Wind-Still Zweifel am Muttenzer Projekt an. Bedenken habe man nicht nur wegen fehlender Windstärke sondern auch wegen dem Abstand zur umliegenden Infrastruktur.

Am kommenden Dienstag orientiert der Muttenzer Gemeinderat die Öffentlichkeit über die Windpark-Pläne in der Unteren Hard. Kurz davor meldet der Verein Wind-Still Widerstand und Zweifel an den beiden vorgesehenen Windrädern nahe der A2 an.

Der Verein um den Füllinsdörfer Garagisten Christoph Keigel und Präsident Peter Hess ist in der Vergangenheit prominent gegen die Windpark-Pläne auf dem Chall, dem Meltingerberg und dem Homberg in Aktion getreten. Dies jeweils mit der Begründung, in der Region sei wegen mangelnder Windstärken keine Windkraftanlage rentabel zu betreiben.

Nun verbündet sich der Verein mit dem Muttenzer «Aktionskomitee gegen Windkraft in der Muttenzer Hard», um auch die jüngsten regionalen Windkraftpläne zu bekämpfen. Letzteres Aktionskomitee hat die Muttenzer SVP-Landrätin Anita Biedert ins Leben gerufen. Wie am Rande der gestrigen Landratssitzung bekannt wurde, will Biedert demnächst mit einer Unterschriftensammlung beginnen.

Technische Bedenken wegen zu geringem Abstand

Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Donnerstag meldet die Gegnerschaft neben der fehlenden Windstärke auch technische Bedenken an. Der im Zonenplan vorgesehene Abstand zu Autobahn und Muttenzer Güterbahnhof betrage in einem Fall weniger als 70 Meter. Dies würde bedeuten, dass sich die 120 Meter Durchmesser langen Rotoren sowohl über den Fahrstreifen der Autobahn als auch über den Geleisen des Güterbahnhofs drehten.

Einen solchen Betrieb würden aus Sicherheitsgründen weder das Bundesamt für Strassen Astra noch die SBB tolerieren, geben sich Verein und Komitee überzeugt. Ebenso wenig werde der aus Lärmschutzgründen vorgeschriebene Mindestabstand von 700 Metern zum nächstgelegenen Siedlungsgebiet beachtet.

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