Die Strasse sei nutzlos, heisst es in einer Mitteilung des überparteilichen Komitees «Langmattstrasse-Nein» vom Dienstag. Sie löse kein Verkehrsproblem, verbetoniere die Natur und verschandele ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Eintrag im Richtplan schreibe zudem eine kurzfristige Realisation vor. Er gehe demnach «weit über eine Trassee-Sicherung hinaus».

Der Landrat hatte sich für eine Aufnahme der umstrittenen Strasse im Richtplan ausgesprochen. Das gleichzeitig vorgelegte generelle Projekt für den Ausbau lehnte er dagegen ab - unter anderem aus finanziellen Gründen. Die Kosten wurden in der Landratsvorlage auf 13 Millionen Franken geschätzt.

Das Komitee lehnt jedoch auch eine günstigere Variante ab, wie es weiter heisst. Es befürchtet, dass höchstens auf Kosten des Fuss- und Veloverkehrs sowie des Lärmschutzes gespart werden würde.

Unterstützt wird das Referendum gemäss Mitteilung unter anderem von der Aktion wohnliches Oberwil, dem Natur- und Vogelschutzverein Oberwil, Pro Velo beider Basel, dem VCS beider Basel sowie SP, den Grünen und der GLP. Für das Zustandekommen des Referendums sind 1500 gültige Unterschriften innert acht Wochen nötig.

Eine Verlängerung der Langmattstrasse war schon in der Entwicklungsplanung Leimental-Birseck-Allschwil (ELBA) enthalten, die 2015 von den Baselbieter Stimmberechtigen abgelehnt worden war. Die Regierung hatte das Projekt nach dem Nein zu ELBA aber als prioritär eingestuft und dessen Weiterbearbeitung im Investitionsprogramm vorgesehen.