Tierschützer

«Geissel-Pfarrer»: «Das in Sissach war ein einmaliger Gag»

Lukas Baumann

Als «Geissel-Pfarrer» von Sissach machte der Tierschützer Lukas Baumann Schlagzeilen. Sein theatralischer Widerstand gegen die öffentliche Schweinemetzgete im Oktober 2017 fand sogar Eingang in TV-Nachrichtensendungen und zwei Buchprojekte.

Jetzt herrscht in Waldenburg helle Aufregung. Gerüchteweise plant der Theologe am Samstagabend eine neuerliche Aktion, wenn anlässlich des Reformationsschwanks im Stedtli ein Spanferkel am Spiess gebraten wird. Die «Schweiz am Wochenende» telefonierte heute mit ihm.

Herr Baumann, stimmt es, dass Sie am Samstagabend eine Protestaktion in Waldenburg planen?

Lukas Baumann: Ja, wir überlegen uns, etwas zu machen. Entscheiden werden wir spontan.

Was haben Sie vor?

Wir wissen es noch nicht. Wenn, dann ist es eine spontane Aktion. Aber selbstverständlich ohne Handgreiflichkeiten oder dergleichen.

Wer ist wir?

Wir sind zu dritt.

Wieso dieser Protest? Jedes Wochenende werden an irgendeinem Fest Ferkel am Spiess gebraten.

Wenn es ein gewöhnliches Fest wäre, würden wir gewiss nichts sagen. Aber der Reformationsschwank ist im Grunde eine Kirchenveranstaltung. Da darf man höhere moralische Ansprüche stellen, insbesondere auch, was das Tierwohl angeht. Die Kirche sollte mit gutem Beispiel voran gehen.

Aber geisseln werden Sie sich nicht nochmals?

Nein, das war damals in Sissach ein einmaliger Gag. (bos)

Der ehemalige Pfarrer Lukas Baumann geisselt sich öffentlich in Sissach.

Der ehemalige Pfarrer Lukas Baumann geisselte sich im Oktober 2017 öffentlich in Sissach.

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