Konzernverantwortungsinitiative

Gemeinderat in Reigoldswil intervenierte: Die Fahne ist wieder weg

Die Kirchgemeinde wusste nicht, dass es für das Aufhängen des Transparents eine Bewilligung gebraucht hätte.

Die Kirchgemeinde wusste nicht, dass es für das Aufhängen des Transparents eine Bewilligung gebraucht hätte.

Die Verantwortlichen hatten keine Bewilligung für das Abstimmungsplakat am Kirchturm in Reigoldswil.

Der Anruf des Reigoldswiler Gemeindepräsidenten Fritz Sutter zeigte Wirkung: Die Zuständigen der Reformierten Kirchgemeinde Reigoldswil Titterten entfernten die orange Fahne. Am Kirchturm der Kirche in Reigoldswil war in den vergangenen Tagen ein Transparent gehangen, mit dem für die Annahme der Konzernverantwortungs-Initiative geweibelt wurde (die bz berichtete).

Angebracht worden war die Fahne von der Kirchgemeinde, welche die umstrittene Initiative befürwortet. Eine Bewilligung, die politische Werbung zu montieren, hatte man beim Gemeinderat aber nicht eingeholt. Da es sich bei der Kirche um ein öffentliches Gebäude handelt, hätte die Dorfexekutive gemäss kantonaler Verordnung das Aufhängen gestatten müssen. «Wir hätten das nicht bewilligt, da wir kein Präjudiz schaffen wollten», stellt Gemeindepräsident Sutter klar.

Kirche hatte keine Bewilligung für das Transparent

Auch wenn er für das Anliegen der Initianten durchaus Verständnis habe, fände er es nicht gut, «wenn die Kirche den Leuten sagt, wie sie abstimmen sollen». Einige Einwohner seien auf den Gemeindepräsidenten zugekommen und hätten ihn gefragt, was die Fahne am Kirchturm zu suchen habe. Am Montag wurde an der Sitzung des Gemeinderats entschieden, auf die Kirchgemeinde zuzugehen. Nach einem Telefonat zwischen Sutter und Kirchenpflegepräsident Karl Bolli wurde die Fahne am Mittwoch abgehängt.

Ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass das Aufhängen der Fahne bewilligungspflichtig ist, betont Bolli. «Da das Transparent ohne Bewilligung am Kirchturm prangte, haben wir es wieder weggenommen.» Das ändere aber nichts an der Wichtigkeit der Abstimmung vom 29. November. In den Gottesdiensten soll weiterhin auf den Urnengang aufmerksam gemacht werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1