Birsfelden

Grau statt rot-blau: Astra übermalt das FC-Basel-«Kunstwerk» rasch

Die Fussgänger-Brücke beim Zubringer zur A2 bei Birsfelden erstrahlt wieder grünlich grau – und damit Astra-konform. Fotos: Kenneth Nars

Die Fussgänger-Brücke beim Zubringer zur A2 bei Birsfelden erstrahlt wieder grünlich grau – und damit Astra-konform. Fotos: Kenneth Nars

Graffiti, Sprayereien und Malereien werden vom Bundesamt für Strassen (Astra) entfernt. Beim FCB-«Kunstwerk» in Birsfelden waren sie besonders schnell. Schon drei Wochen später tauschten sie rot-blau wieder gegen grau aus.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) kennt klare Richtlinien bei Graffiti, Malereien und Sprayereien entlang von Autobahnen: Solche mit politischen, rassistischen, pornografischen oder religionsfeindlichen Inhalten werden sofort entfernt – alle übrigen «nur» periodisch.

Die FC-Basel-Malerei an einer Fussgängerbrücke, welche die A2-Zufahrt bei Birsfelden überquert, entspricht den genannten Kriterien nicht. Trotzdem ging es rasch, bis die rot-blauen Flächen wieder dem Autobahn-konformen Grün-grau weichen mussten. Entstanden ist das «Kunstwerk» vermutlich am Wochenende des 25. und 26. Januar. Rund drei Wochen später, am Dienstag, 18. Februar, rückte die Malerkolonne Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) aus, die für den Unterhalt der Autobahnen in der Region zuständig ist.

Das bedeutet nicht, dass nun auch die unzähligen weiteren Malereien entlang der Autobahnen in der Region, die den FCB hochleben lassen, sofort entfernt werden. Im Falle von Birsfelden habe es sich um ein grossflächiges Werk gehandelt, sagt Esther Widmer, stellvertretende Astra-Bereichsleiterin. Deswegen habe man eine sofortige Entfernung in Auftrag gegeben.

Das Astra sah die Verkehrssicherheit beeinträchtigt – auch wegen des auffälligen Schriftzugs. Auf der einen Seite der Brücke stand geschrieben: «Rotblau stoht für alles»; auf der anderen Seite prangte: «Und doch numme für Di». Für die Malerarbeiten setzte die NSNW eine Hebebühne ein. Dafür musste eine Spur der Autobahn gesperrt werden.

Ob auch die Berichterstattung der bz ein Grund war, die Malerei besonders rasch zu entfernen, darüber schweigt sich das Astra aus. (bwi)

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