Truppenübung

Grenzwache ist mit dem Verlauf von «Conex» zufrieden

Auch die Militärpolizei übte im Rahmen von Conex in Muttenz.

Auch die Militärpolizei übte im Rahmen von Conex in Muttenz.

Die Grenzwache zieht eine positive Bilanz der Zusammenarbeit mit dem Militär: Innerhalb der 14 Tage, in denen die Grenzwache von jeweils rund 100 Soldaten unterstützt wurde, gingen über ein Duzend Schmuggler und Gesuchte ins Netz.

Die Grenzwache ist zufrieden mit dem Verlauf ihres Teils der Übung «Conex». Dank der Soldaten-Verstärkung habe die grüne Grenze im Raum Basel dichter als sonst überwacht werden können. Erwischt wurden Schmuggler und Gesuchte. Insgesamt 14 Tage lang hatten, als Teil der «Conex»-Übung im August und September, Soldaten Grenzwächtern assistiert. In einer Medienmitteilung von gestern schreibt die Grenzwachtregion Basel von «wertvollen Erfahrungen» sowie positiven Rückmeldungen der Bewohnerschaft der Grenzregion im Leimen- und Lützeltal.

Das für die Übung ausgesuchte Grenzgebiet auf Baselbieter und Solothurner Boden sei wegen der vielen fahrbaren Strassen und Wege «anspruchsvoll». Trotz den dichteren Kontrollen habe man den Verkehr in gewohntem Rahmen flüssig halten können. Die Präsenz welscher Soldaten sei speziell von französischen Grenzgängern begrüsst worden. Über ein Dutzend gesuchte Personen wurden angehalten, wie es weiter hiess. Auch über ein Dutzend Schmuggler wurden erwischt; sie wollten zumeist Fleisch und andere Lebensmittel unverzollt über die Grenze bringen. Auch Einbruchswerkzeug, Waffen und Betäubungsmittel wurden gefunden.

Szenario stand in der Kritik

In vier Fällen vermuten die Grenzwächter zudem Schwarzarbeit, und zwei mutmassliche Schlepper wurden angehalten. Die bewaffneten Soldaten unterstanden vor Ort jeweils den Grenzwachtangehörigen. Konkret assistierten jeweils rund hundert Soldaten Grenzwächtern – etwa, indem sie Autos heranwinkten und bei Kontrollen sicherten.

Bereits die Ankündigung von «Conex 15» im Frühling hatte Kritik ausgelöst, weil die Armee der Übung ein Szenario mit Europa in der Krise, ethnischen Spannungen und Flüchtlingsströmen zugrunde gelegt hatte. Im Vorfeld rückte sie dann das Szenario argumentativ in den Hintergrund. Dennoch kam es zu mehreren Demonstrationen gegen «Conex». Eine davon am 19. September in Basel artete in gewalttätige Scharmützel von Autonomen gegen die Polizei aus. Dabei entstand sechsstelliger Sachschaden, vier Polizisten wurden verletzt.

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