Kulturpolitik

Grosses Aufatmen: Das Haus der elektronischen Künste ist gerettet

(Archivbild)

Der Betrieb des HeK ist bis 2020 sichergestellt.

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Seit einem Bundesentscheid kämpft das HeK ums Überleben. Wie Esther Roth von kulturelles.bl im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» verrät, werden die beiden Halbkantone die Ausfälle kompensieren. Damit ist der Betrieb des HeK bis 2020 sichergestellt.

Ende Juli erhielt das Haus der elektronischen Künste in Münchenstein dicke Post aus Bern: Das Bundesamt für Kultur kürzt ab 2018 die jährlichen Beiträge von 420'000 auf 250'000 Franken. Dadurch war das Museum für digitale Kunst in seiner Existenz bedroht. 

Im grossen Interview mit der «Schweiz am Wochenende» sagt Esther Roth, Abteilungsleiterin von kulturelles.bl, dass die Kantone Basel-Stadt und Baselland entschieden haben, diese Ausfälle vollumfänglich zu kompensieren. Fürs Jahr 2018 schiesst der Kanton Baselland zusätzlich 126'000 Franken aus dem Dispositionsteil der Kulturvertragspauschale ein. «Damit sind die akuten finanziellen Probleme gelöst», sagt Roth. «Wir halten es für zwingend, dass sich diese Institution weiterentwickeln kann. Eine Redimensionierung wäre unserer Ansicht nach keine Option und strategisch falsch.» Die Kulturabteilungen der beiden Kantone möchten den bisherigen Betrieb des HeK bis 2020 sicherstellen. «So hat das HeK drei Jahre Zeit, gemeinsam mit uns die Zukunft zu planen.»

Was die Sparmassnahmen im Kulturbereich des Kantons Baselland angeht, so erachtet Roth, die seit knapp zwei Jahren im Amt ist, die Kürzungen bei den Geldern für Kunstschaffende als problematisch. «Der Förderkredit Fachkommission Kunst ist nach einer sehr einschneidenden Sparrunde 2016 mittlerweile wieder auf 100'000 Franken erhöht worden. Hier werde ich mich in finanziell besseren Zeiten für eine weitere Aufstockung einsetzen.»

Was die Zukunft der Kulturvertragspauschale angeht, so wird sich Baselland aus der Begleitung städtischer Institutionen zurückziehen, wodurch personelle Ressourcen frei würden, die den Baselbieter Betrieben zugutekommen könnten. «Wir werden inhaltlich andere Schwerpunkte setzen können und beabsichtigen künftig eine stärkere Zusammenarbeit mit den Gemeinden in der Kulturpolitik», sagt Esther Roth.

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Das komplette Interview mit Ester Roth können Sie in der heutigen «Schweiz am Wochenende» nachlesen.

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